neues deutschland: Pro Asyl fordert Aufkündigung des Flüchtlingsdeals zwischen der EU und der Türkei

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Die Menschenrechtsorganisation Pro Asyl fordert die
EU auf, das Flüchtlingsabkommen mit der Türkei zu beenden. Sie
begründet dies mit der mangelnden Versorgung von Flüchtlingen mit
Nahrung, überfüllten Haftlagern und fehlender medizinischer
Behandlung der Schutzsuchenden in der Türkei und in Griechenland.
„Umgesetzt wurden von den Vereinbarungen im Deal vor allem die
Abschottungsmaßnahmen – nicht nur die Ägäis, sondern auch die
türkischen Landgrenzen zu Griechenland und Bulgarien wurden weiter
abgeriegelt“, kritisiert Europareferent Karl Kopp in einem
Gastbeitrag für die in Berlin erscheinende Tageszeitung „neues
deutschland“ (Mittwochausgabe). Die EU müsse sich von diesem
„schäbigen Deal“ verabschieden. „Statt zynische Debatten über »Plan
A«- oder »Plan B«-Szenarien zu führen, muss der Fokus auf
Menschenrechte und Flüchtlingsschutz gelegt werden“, so Kopp.

Das solle jedoch nicht bedeuten, dass finanzielle Hilfen für
Flüchtlinge in Ländern wie der Türkei eingestellt werden sollten –
„im Gegenteil, die Unterstützung der Hauptaufnahmeländer muss massiv
ausgeweitet werden“. Kopp schlägt vor, Resettlement-Programme
auszuweiten und legale wie gefahrenfreie Wege für Schutzsuchende nach
Europa zu eröffnen. „Das menschenverachtende Experiment auf den
griechischen Inseln muss unverzüglich beendet werden.“

Pressekontakt:
neues deutschland
Redaktion

Telefon: 030/2978-1722

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