neues deutschland: Publizist Ahmad Mansour: „Salafisten sind zurzeit die besseren Sozialarbeiter“

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Der palästinensische Publizist Ahmad Mansour hält
die offiziell etwa 770 aus Deutschland nach Syrien gereisten
Dschihadisten nur für „die Spitze des Eisbergs“. Gleiches gelte „für
die etwa 7500 mehr oder weniger gewaltbereiten Salafisten“, sagte
Mansour in einem Interview mit der Tageszeitung „neues deutschland“
(Samstagausgabe). „Zur Generation Allah gehören viel mehr“, so
Mansour. „Und sie sind Teil unserer Gesellschaft.“ Der in Israel
aufgewachsene Palästinenser, der seit 2004 in Deutschland lebt,
beklagt, dass viele Jugendliche aus muslimischen Familien
antisemitische Einstellungen hegen, Verschwörungstheorien anhängen
und überzeugt sind, dass Demokratie „schmutzig“ sei und die Gesetze
des Islam gelten sollten. „Was aber die Scharia eigentlich ist, davon
haben sie meist keine Ahnung“, konstatiert der 39-Jährige. Der
studierte Psychologe, der sich mit 13 Jahren den Muslimbrüdern
angeschlossen hatte und Ende der 1990er Jahre dem Islamismus
abschwor, engagiert sich in Deutschland für Projekte zur
Deradikalisierung muslimischer Jugendlicher. Nach seiner Beobachtung
hat die Bildungspolitik bislang bei traditionellen muslimischen
Familien versagt. Sein Fazit: „Salafisten sind zurzeit die besseren
Sozialarbeiter.“ Von Mansour erschien in diesem Herbst das Buch
»Generation Allah. Warum wir im Kampf gegen religiösen Extremismus
umdenken müssen«.

Pressekontakt:
neues deutschland
Redaktion

Telefon: 030/2978-1715

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