neues deutschland: Rund 300 Mieter in Berlin-Neukölln von Zwangsversteigerung betroffen

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Ein ganzer Neuköllner Häuserblock wird ab 13. Juni
„portionsweise“ zwangsversteigert. Darüber berichtet die in Berlin
erscheinende Tageszeitung „neues deutschland“ in ihrer
Mittwochausgabe. Insgesamt 14 Häuser in der Framstraße, Nansenstraße
und Pannierstraße, die bisher einer Erbengemeinschaft gehörten,
sollen einer Teilungsversteigerung anheim fallen. Drei weitere Häuser
in der Pflügerstraße sollen unter Umständen ebenfalls versteigert
werden. Etwa 300 Mieter, die teilweise 40 oder 50 Jahre dort leben,
wären davon betroffen. Viele zahlen noch geringe Mieten und haben
kleine Renten. Den Fall bestätigte der Neukölnner Baustadtrat Thomas
Blesing (SPD) gegenüber »neues deutschland«.

Die Betroffenen haben nur zufällig von der angesetzten
Versteigerung erfahren. Allein der Verkehrswert des Komplexes beträgt
laut Gutachten 15 Millionen Euro. »Unserer Erfahrung nach wird in
letzter Zeit ein Vielfaches des Verkehrswertes erzielt«, erklärt
Blesing. Die Mieter seien alarmiert. Zumal durch den niedrigen
Standard bereits einfache Modernisierungsmaßnahmen die Mieten stark
steigen lassen könnten. »Es wird auch sehr schwierig, dass so
kurzfristig landeseigene Wohnungsbaugesellschaften als Bieter
auftreten«, sagte Blesing.

»Wir lassen uns nicht vertreiben«, heißt es unterdessen auf der
Internetseite einer neu gegründeten Initiative der Betroffenen. Die
Bewohner der Neuköllner Häuser hoffen, auf einen guten Ausgang
hinarbeiten und auch in Zukunft in einer so guten und
funktionierenden Nachbarschaft wohnen zu können.

Pressekontakt:
neues deutschland
Redaktion

Telefon: 030/2978-1722

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