neues deutschland: Soziologin Sabine Pfeifferüber Unternehmensvisionen zur Industrie 4.0: Mensch, Maschine und Algorithmus als „Digital Workforce“

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Mit der Digitalisierung verbinden das World
Economic Forum und weltweit tätige Beratungsunternehmen eine Vision,
erklärt die Soziologin Sabine Pfeiffer im Gespräch mit der in Berlin
erscheinenden Tageszeitung „neues deutschland“ (Dienstagausgabe).
„Sie wollen die Wirtschaft dieser Welt und damit die Welt selbst wie
einen einzigen Konzern managen.“ Die Produktionsstätten sollten
vernetzt und standardisiert werden, so dass sie in Italien,
Brasilien, Indien und Deutschland weitgehend gleich funktionierten.
In diesem Zusammenhang sei die Rede von einer „Digital Workforce“.
„Damit sind Arbeitskapazitäten gemeint, die sich je nach Bedarf quasi
unterschiedlich zusammensetzen aus Algorithmen, Robotik und echten
Menschen.“ Mensch, Maschine und Algorithmus würden dabei auf einer
Ebene gesehen und sollten in verschiedenen Zusammensetzungen und auf
Abruf zur Verfügung stehen. Pfeiffer, Professorin an der Universität
Hohenheim, vermisst in der Debatte um die Zukunft der Arbeit Visionen
von anderer Seite: „Es ist doch sehr bemerkenswert, dass heute große
Visionen, egal wie ich sie bewerte, von den
Unternehmensberatungsfirmen kommen und nicht von linken Parteien und
Gewerkschaften oder anderen gesellschaftlichen Kräften.“

Pressekontakt:
neues deutschland
Redaktion

Telefon: 030/2978-1722

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