neues deutschland: Thailändischer Oppositionsführer Ditapichai befürchtet Manipulationen bei Verfassungsreferendum

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Bei der Volksabstimmung über eine neue Verfassung
in Thailand an diesem Sonntag sind nach Ansicht des
Oppositionsführers Jaran Ditapichai Manipulationen zu befürchten.
„Die Junta wird alles daran setzen, den Verfassungsentwurf
durchzubringen“, erklärt Ditapichai im Interview mit der Tageszeitung
„neues deutschland“ (Samstagausgabe). Der im französischen Exil
lebende Bürgerrechtler hofft, dass die Thailänder nicht den Plänen
der Militärs folgen. „Die Generäle kontrollieren das Land durch ihren
–Rat für Frieden und Ordnung– und die Junta gibt sich dabei
vordergründig einen zivilen Anstrich. Wird der Verfassungsentwurf per
Referendum abgesegnet, haben die Militärs zusätzliche Legitimität
gewonnen.“ Allerdings ist nach Einschätzung von Ditapichai der
Ausgang des Referendums „letztlich bedeutungslos für den
gegenwärtigen Zustand der Demokratie in Thailand“. Das Land sei tief
gespalten, besonders die Mittelschicht habe den Glauben an die
Demokratie verloren.

Pressekontakt:
neues deutschland
Redaktion

Telefon: 030/2978-1722

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