neues deutschland: Tilman Jens sieht Mehrheitsvorschlag zu Sterbehilfegesetz als Eingriff in das Selbstbestimmungsrecht

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Mit dem Entwurf für ein Sterbehilfegesetz, der von
den meisten Bundestagsabgeordneten unterstützt wird, soll das
Selbstbestimmungsrecht über das eigene Leben an entscheidenden
Stellen beschnitten werden. Das sagt der Autor des Buches „Du sollst
sterben dürfen“, der Journalist Tilman Jens, im Interview mit der
Tageszeitung „neues deutschland“ (Freitagausgabe). An diesem Freitag
stehen im Bundestag vier konkurrierende Entwürfe zur Abstimmung. Jens
hält die aussichtsreichste Gesetzesinitiative für überflüssig und
betrachtet sie als einen demonstrativen Versuch der Regierung, „die
Konservativen, gerade in der Union, zu besänftigen. Also jene, denen
Angela Merkel zu sehr in der Mitte steht. Gerade in den Tagen der
Flüchtlingsdebatte, so das Kalkül, könnte sich für die Kanzlerin ein
durchgepauktes Gesetz auszahlen, das den Wertkonservativen entgegen
kommt“. Den Tod seines Vaters, des Philologen Walter Jens, nimmt
Tilman Jens zum Anlass, um für Patientenverfügungen zu plädieren
sowie einen Dialog über das Ende des Lebens und Respekt gegenüber dem
Willen der Patienten zu fordern. „Ich denke, der ärztlich assistierte
Suizid ist die äußerste Möglichkeit, einem schwer Kranken zu helfen“,
so Jens. Diese stehe nicht im Gegensatz zur Palliativmedizin, sondern
sei deren Ultima Ratio.

Pressekontakt:
neues deutschland
Redaktion

Telefon: 030/2978-1715

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