Neues Konzept zum Zivilschutz / ASB fordert: Selbstschutzfähigkeit der Bevölkerung muss verstärkt werden

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Das Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) begrüßt das neue
Konzept zur „zivilen Verteidigung“, das das Bundeskabinett heute
verabschiedet hat. „Zum einen war die Überarbeitung von Notfallplänen
längst fällig. Zum anderen ist es wichtig, dass die Bevölkerung mehr
darüber weiß, wie sie sich im Ernstfall zu verhalten hat und sich
selbst schützt“, betont der ASB-Bundesvorsitzende Knut Fleckenstein
MdEP.

Das Konzept des Bundesministeriums des Innern zum Zivilschutz
bezieht sich auf den sogenannten Spannungsfall und auf verschiedene
militärische, terroristische oder hybride Bedrohungslagen. Einige
Aspekte und Empfehlungen des neuen Konzepts sind aber auch für den
Katastrophenschutz relevant. „Eine Bevorratung von Lebensmitteln,
Trinkwasser, Medikamenten und Bargeld in Privathaushalten für eine
begrenzte Zeit ist nicht ausschließlich für Spannungsfälle sinnvoll,
sondern auch bei Naturkatastrophen wie Orkanen,
Hochwasserkatastrophen oder einem großflächigen Stromausfall. Jeder
Haushalt sollte sich in einem solchen Notfall selbst versorgen
können“, sagt ASB-Bundesvorsitzender Knut Fleckenstein.

Der ASB appelliert deshalb an die zuständigen Behörden, bestehende
Präventionsmaßnahmen zu überdenken und die Bevölkerung mehr über
richtiges Verhalten im Ernstfall aufzuklären. „Im Bereich
Selbstschutzfähigkeit ist in den letzten Jahren viel Wissen verloren
gegangen“, erklärt Bundesvorsitzender Knut Fleckenstein.

Der ASB fordert zudem ein „neues Denken“ im Katastrophenschutz,
das die Erkenntnisse der aktuellen Ereignisse wie dem Amoklauf von
München oder den Anschlägen von Ansbach und Würzburg einbezieht.
„Reformen sind hier dringend notwendig, da viele Konzepte im
Katastrophenschutz aus den 1980er-Jahren stammen und nicht mehr
zeitgemäß sind“, sagt Knut Fleckenstein.

Neben den zuständigen staatlichen Stellen sollten dabei auch die
Hilfsorganisationen und die Zivilgesellschaft in einen breiten
gesellschaftlichen Diskurs und in den Dialog mit den Behörden
eingebunden werden. Mit seiner Fachtagung „Neue Herausforderungen für
den Bevölkerungsschutz“ am 25. Oktober 2016 in Berlin beteiligt sich
der ASB an der Diskussion um eine Reform des Katastrophenschutzes.

Mehr unter: http://ots.de/2sfhk

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