Neun von zehn AOK-Versicherten mit Pflegeberatung zufrieden

Abgelegt unter: Umfrage |





Mit der Pflegeberatung der AOK sind fast 90 Prozent
der Versicherten zufrieden, die dieses Angebot schon einmal genutzt
haben. Das zeigt eine repräsentative Nutzerbefragung des Zentrums für
Sozialforschung Halle im Auftrag der AOK. Ob es um Fachkompetenz,
Verständlichkeit, Einfühlungsvermögen, Freundlichkeit oder
Objektivität geht – bei all diesen Beratungsaspekten erreicht die
AOK-Pflegeberatung Zufriedenheitswerte von jeweils rund 90 Prozent.

Die Evaluation belegt auch, dass die AOK-Pflegeberater in der Lage
sind, die Lebens-und Pflegesituation der Betroffenen schnell und
nachhaltig zu stärken. Knapp die Hälfte der Befragten gab an, dass
sich durch die individuelle Pflegeberatung ihre Pflegesituation
verbessert hat (48 Prozent) oder pflegende Angehörige Hilfe bekamen
(47 Prozent). Die Beratung wurde auch als nützlich erlebt, weil
Möglichkeiten finanzieller Unterstützung erläutert wurden (42
Prozent) oder weitere Ansprechpartner genannt werden konnten (33
Prozent).

Der Vorstand des AOK-Bundesverbandes, Martin Litsch, sieht die
größte Pflegekasse Deutschlands auf dem richtigen Weg: „Drei Viertel
der Pflegedürftigen werden heute ambulant versorgt. Das A und O für
diese Menschen ist ein passgenaues und stabiles Pflegeumfeld, das
sowohl ihre individuellen Wünsche und Vorstellungen als auch die
rechtlichen und wohnortnahen Möglichkeiten berücksichtigt.“ Für die
Pflegeberatung setzt die AOK bundesweit über 700 Pflegeberater ein,
die in fast 1.400 Geschäftsstellen und auf Wunsch auch zuhause rund
um die Pflege informieren, bei Entscheidungsfindungen zu speziellen
Fragen unterstützen und als Systemlotse fungieren. „Die
Befragungsergebnisse zeigen, dass Pflegebedürftige und ihre
Angehörigen mit unserem AOK-Pflegeberatungsangebot nicht nur wichtige
Informationen, sondern auch konkrete Hilfen erhalten.“

Die Sozialforscher baten im vorigen Jahr alle Nutzer der
AOK-Pflegeberatung um ihre Teilnahme. Mit rund 12.300 Teilnehmern lag
die Rücklaufquote bei rund 33 Prozent und damit erfreulich hoch. Ziel
der umfassenden Befragung war es, die Umsetzung und Qualität der
Pflegeberatung zu erfassen, aber auch die Zufriedenheit und Bedarfe
der Ratsuchenden zu ermitteln.

Die Gründe für eine Pflegeberatung sind demnach vielfältig. Am
häufigsten wurde die notwendige Inanspruchnahme von
Pflegehilfsmitteln, der plötzliche Pflegefall und die Unterstützung
bei der Antragstellung genannt. Andere Gründe sind zunehmender
Hilfebedarf, die Klärung von Kosten und finanziellen
Unterstützungsmaßnahmen oder die Beratung zu wohnumfeldverbessernden
Maßnahmen. Bei den vereinbarten Maßnahmen in einer Pflegeberatung
rangiert der Antrag auf eine Pflegestufe oder die Höherstufung an
erster Stelle. Danach folgen der Einsatz von Hilfsmitteln zur Pflege,
wohnumfeldverbessernde Maßnahmen und die Inanspruchnahme eines
Pflegedienstes oder der Kurzzeit- bzw. Verhinderungspflege.

Neben der Zufriedenheit und Wirkung der Pflegeberatung wurden auch
die Struktur und Organisation der Beratung sowie der Akzeptanzgrad
der AOK-Pflegeberatung beleuchtet. Acht von zehn Befragten ist es
demnach sehr oder eher wichtig, dass die Pflegekasse eine Beratung
auch im häuslichen Umfeld anbietet. Das entspricht nach Auffassung
der Ratsuchenden der persönlichen Situation am besten bzw. ist so die
Abstimmung mit der häuslichen Situation am ehesten möglich. Die AOK
trägt diesem Wunsch Rechnung: 77 Prozent aller individuellen
Pflegeberatungen finden im häuslichen Umfeld statt.

In einer weiteren Stichprobenbefragung wurden 4.000
AOK-Pflegebedürftige, die bisher keine Pflegeberatung in Anspruch
genommen haben, nach ihren Gründen befragt. Fast 1.300 Fragebögen
kamen zurück, das entspricht einem Rücklauf von rund 31 Prozent.
Überraschenderweise kannte jeder zweite Befragte das Angebot der
individuellen Pflegeberatung noch nicht. Viele Versicherte erfuhren
erst mit dem Antrag auf Pflegeleistungen davon oder noch später.
Andere Versicherte nutzen das Angebot nicht, weil sie glauben, dass
ihnen eine solche Beratung nichts bringt. Litsch: „Das ist der klare
Auftrag an uns, noch frühzeitiger und gezielter über die
AOK-Pflegeberatung zu informieren und ihren erheblichen Nutzen bei
noch mehr Versicherten bekannt zu machen. Diesen Auftrag nehmen wir
sehr ernst.“

Hinweis für Redaktionen

Die Kurzfassung des Evaluationsberichts und die Broschüre „In
besten Händen“ mit ausgewählten Ergebnissen zur Evaluation stehen auf
www.aok-bv.de und www.aok-gesundheitspartner.de zum Download zur
Verfügung.

Hintergrund: Die individuelle Pflegeberatung ist eine kostenlose
Leistung für alle Versicherten. Sie ist im Paragrafen 7a des elften
Sozialgesetzbuchs geregelt. Mit diesem Angebot sollen Pflegekassen
ihre Versicherten und deren Angehörige individuell unterstützen,
Hilfe im Alltag organisieren und eine optimale Pflege sicherstellen.
Die AOK ist die größte Pflegekasse Deutschlands. Jeder zweite der
rund 2,9 Millionen Pflegebedürftigen ist bei der AOK versichert.

Pressekontakt:
Ihr Ansprechpartner in der Pressestelle:
Dr. Kai Behrens
Tel.: 030 34646-2309
E-Mail: presse@bv.aok.de

Original-Content von: AOK-Bundesverband, übermittelt durch news aktuell

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