Nizza, München, Ansbach, Tokio: Die Warnung vor Mord und Gewalt steht im Beipackzettel

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Mit einer Strafanzeige gegen die namentlich nicht
bekannten Ärzte bzw. Psychiater des Münchner Amokschützen, der am
vergangenen Freitagabend neun unschuldige Menschen ermordet hat,
fordert der Menschenrechtsverein Kommission für Verstöße der
Psychiatrie gegen Menschenrechte (KVPM) Deutschland e.V. den
zuständigen Staatsanwalt auf, deren mögliche Mitverantwortung für
dieses Kapitalverbrechen zu ermitteln. Die bisherige
Berichterstattung deutet darauf hin, dass auch David S. in
psychiatrischer Behandlung war und Psychopharmaka verordnet bekam,
obgleich vor der gewalt- und suzidauslösenden sowie
gefühlsabstumpfenden (Neben-)Wirkung dieser Substanzen allgemein
gewarnt wird. Nicht zuletzt waren auch bei dem Co-Pilot Andreas
Lubitz, der am 24. März 2015 149 Menschen mit sich in den Tod riss,
als er ein Verkehrsflugzeug absichtlich abstürzen ließ,
Psychopharmaka im Spiel.

Mit der Ausweitung der strafrechtlichen Ermittlungen im Fall des
Münchner Amokschützen David S. auf die ihn behandelnden Psychiater
soll endlich die mögliche Mitverantwortung der behandelnden Ärzte und
Psychiater aufgeklärt und ins Scheinwerferlicht der Öffentlichkeit
gestellt werden, um künftig solche ansonsten unerklärlichen
Massenmorde möglichst zu verhindern, betont die Kommission für
Verstöße der Psychiatrie gegen Menschenrechte Deutschland e.V. (KVPM)
mit Sitz in der bayerischen Landeshauptstadt. Der Präsident der KVPM,
Bernd Trepping, verweist auf die offensichtlichen Parallelen zu den
jüngsten Attentaten in Ansbach und Nizza sowie zu dem entsetzlichen
Massenmord, der sich am Dienstag in Tokio ereignete. In allen diesen
Fällen war der Täter zuvor in den Händen von Psychiatern, deren
Standardbehandlung in der Verabreichung von gefährlichen
Psychopharmaka mit ihren unkalkulierbaren Nebenwirkungen besteht.

„Radikalisierung“ mittels psychiatrischer Drogen?

„Seit mindestens zwei Jahrzehnten werden wir nicht müde, das stets
gleichbleibende Muster von Amokläufen zu belegen und aufzuzeigen. Die
Täter –radikalisieren– sich nicht trotz, sondern – im Gegenteil –
gerade wegen ihrer psychiatrischen Behandlung mit gewaltauslösenden
Psychodrogen und werden danach zu Massenmördern“, betont
KVPM-Sprecher Trepping. „Zusammen mit unserer internationalen
Schwesterorganisation CCHR (Citizens Commission on Human Rights) hat
die KVPM diese Zusammenhänge mit der Untersuchung von 30 Amokläufen
an Schulen und anderen Orten in den USA eindeutig nachgewiesen. Stets
waren Substanzen im Spiel, die von Psychiatern verschrieben wurden,
obwohl in den Beipackzetteln vor einem Wut-, Aggressions- und
Suizid-Potential gewarnt wird. Diese vermeintlichen –Medikamente–
können harmlose Menschen zu späteren Tätern brutalisieren und zu
mitleidlosen Menschenschlächtern machen.“

Bei ihren Schadenersatzverfahren hat der amerikanische
Schwesterverein Citizens Commission on Human Rights (CCHR)
International mit Sitz in Los Angeles Opferfamilien von Amokläufen
und anderen durch Psychiater zu verantwortende Fälle von
unerklärlichen Gewaltverbrechen unterstützt. In zahllosen Anhörungen
vor Gericht und vor Untersuchungsausschüssen trat die skrupellose
Profitgier der psychiatrischen Industrie zu Tage.

In der Folge mussten auf Beipackzetteln vieler Antidepressiva
Warnhinweise gedruckt werden. Dabei geht es vor allem um
Nebenwirkungen wie Selbstmordabsichten und Gewaltausbrüche gegen
andere ohne erklärbares Motiv.

Mittlerweile haben Arzneimittelbehörden weltweit, auch das
Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Warnungen über
die verheerenden Nebenwirkungen von Psychopharmaka herausgegeben, da
sie Mord- und Selbstmordgedanken, Diabetes, Psychosen, Herzinfarkt
und Schlaganfälle auslösen können. Bis diese Warnungen schließlich
ausgesprochen wurden, waren jedoch bereits Tausende Hilfesuchender
solchen todbringenden Nebenwirkungen zum Opfer gefallen.

Bernd Trepping sagt: „Bei zahlreichen Psychopillen ist ein gewalt-
und aggressionsförderndes Potenzial nachgewiesen. Psychiater schaffen
mit der Verabreichung von Psychopillen eine Art neue Kategorie von
Straftätern. Es handelt sich dabei um Menschen, die strafrechtlich
bislang nicht nennenswert in Erscheinung getreten waren, kein
fassbares Motiv aufweisen und scheinbar urplötzlich besonders schwere
oder brutale Gewalttaten verüben.“

Prof. Bruno Müller-Oerlinghausen, Pharmakologe und ehemaliger
Vorsitzender der Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft,
beschäftigt sich seit fast 30 Jahren mit Antidepressiva. In einer
ARD-Dokumentation sagte er: „Das wirkt erstaunlich und paradox, aber
es ist so, dass ein Mittel gegen Depressionen, was doch eigentlich
die Suizidalität reduzieren sollte, dass das gleichzeitig, in manchen
Fällen, Suizidalität auslösen kann.“

Eine aktuelle Studie, die am 8. Juni 2016 im britischen
Medizinjournal The Lancet veröffentlicht wurde (Cipriani et al.,
2016), bewies gerade wieder: ANTIDEPRESSIVA VERSCHLIMMERN PROBLEME!

Die Süddeutsche Zeitung berichtete am 9. Juni 2016 unter der
Unterüberschrift: „Medikamente zur Behandlung depressiver Kinder und
Jugendlicher wirken meist nicht. Teilweise verschlimmern sie die
Probleme sogar, wie eine aktuelle Studie zeigt.“

In Einzelfällen könnten die Mittel sogar suizidale Tendenzen bei
Minderjährigen steigern, heißt es in der Veröffentlichung eines
internationalen Forscherteams. Für die Studie hatten die
Wissenschaftler die Befunde aus 34 klinischen Tests an mehr als 5.000
Patienten im Alter zwischen neun und 18 Jahren ausgewertet. Der
ebenfalls eingesetzte Wirkstoff Venlafaxin habe sogar stärker
ausgeprägte Suizidgedanken bewirkt. Weitere Mittel seien weitgehend
wirkungslos geblieben. Es zeichne sich „kein klarer Vorteil“ für die
Behandlung schwer depressiver Kinder und Jugendlicher mit den
gängigen Antidepressiva ab, wenn Risiken und potenzieller Nutzen
abgewogen werden, resümieren die Autoren.

Quelle: http://ots.de/wFt8H

Für weitere Informationen:
Bernd Trepping 0178 – 613 74 67

KVPM Deutschland e.V., Amalienstraße 49a, 80799 München.
www.kvpm.de

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