NOZ: Beamtenbund warnt vor Zusammenbruch der türkischen Verwaltung

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Beamtenbund warnt vor Zusammenbruch der
türkischen Verwaltung

Vorsitzender Dauderstädt: „Große Sorge, dass Verwaltung
beeinträchtigt ist“

Osnabrück. Der Vorsitzende des Deutschen Beamtenbundes (dbb),
Klaus Dauderstädt, hat vor einem Zusammenbruch der türkischen
Verwaltung nach den Massenentlassungen von Lehrern, Juristen und
Beamten gewarnt. In einem Interview mit der „Neuen Osnabrücker
Zeitung“ (Montag) sagte Dauderstädt: „Ich habe große Sorge, dass die
öffentlichen Dienste in der Türkei massiv in ihrer Funktionsfähigkeit
beeinträchtigt sind.“ Dadurch könnten sich Gerichtsverfahren
verzögern, Unterricht an Schulen ausfallen und der Straßenbau länger
dauern.

„Die Verwaltung arbeitet nicht mehr gründlich genug und nicht mehr
korrekt“, sagte der Vorsitzende des Beamtenbundes. Dadurch verlagere
sich ein Teil in die Schwarzzone. „Die Leute bauen dann eben ihr
Haus, ohne die Genehmigung zu haben, und Jahre später muss eine
Kontrollbehörde den Bau für illegal erklären. Das ist wie in einigen
afrikanischen Ländern, etwa Libyen.“ Die türkische Regierung könne
die Lücke nicht von heute auf morgen mit politisch genehmen Beamten
füllen, „denn deren Ausbildung braucht längere Zeit“, sagte
Dauderstädt. Die deutsche Seite könnte Hilfe schicken, aber: „Da wäre
die Türkei sicher zu stolz, um das anzunehmen.“ Außerdem gebe es
Sprachprobleme und eine andere Rechtsordnung.

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Beamtenbund fordert mehr Personal für Integration von Flüchtlingen

Vorsitzender Dauderstädt: Zehntausende zusätzliche Beamte nötig

Osnabrück. Der Vorsitzende des Deutschen Beamtenbundes (dbb),
Klaus Dauderstädt, hat mehr Personal für die Integration von
Flüchtlingen gefordert. Zehntausende zusätzliche Beamte seien dafür
nötig. In einem Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“
(Montag) sagte Dauderstädt: „Wir brauchen viel mehr Deutschlehrer.
Aber die fallen nicht von den Bäumen, die Ausbildung dauert.“

Außerdem würden wegen der Flüchtlingsbewegung etwa zehntausend
Polizisten zusätzlich benötigt. Es fehle außerdem nach wie vor
Personal in Kindergärten und Schulen, aber auch bei den sozialen
Diensten, die die Flüchtlinge betreuen, sowie in Arbeits- und
Jobcentern oder bei Fachleuten für die Sozialversicherung.
Dauderstädt forderte: „Da muss der Staat auf allen Ebenen handeln.“
Um mehr Bewerber zu finden, müsste der Staat beim Gehalt etwas
draufpacken. Das Geld dafür sei vorhanden: „Im Augenblick sind die
öffentlichen Kassen ja relativ gut gefüllt“, so der
Gewerkschafts-Vorsitzende.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

Original-Content von: Neue Osnabr?cker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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