NOZ: Bundesamt für Sicherheit und Informationstechnik warnt vor Hacker-Attacken

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Bundesamt für Sicherheit und Informationstechnik
warnt vor Hacker-Attacken

BSI: Behörden und Unternehmen sind Ziele – Mittelstand muss
nachrüsten

Osnabrück. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik
(BSI) hat vor einer wachsenden Zahl gezielter Hacker-Attacken auf
Unternehmen und Behörden gewarnt. In einem Gespräch mit der „Neuen
Osnabrücker Zeitung“ (Dienstag) sagte BSI-Vizepräsident Andreas
Könen: „Die Bedrohungslage im Cyber-Raum spitzt sich weiter zu.“
Angreifer verfügten über immer mehr Know-how und steigerten ihren
Aufwand, um Sicherheitslücken zu nutzen, Daten auszuspionieren und
auf die Software von Rechnern zuzugreifen.

Cyber-Kriminalität ist ein Thema des zweitägigen Europäischen
Polizeikongresses, der an diesem Dienstag in Berlin beginnt. Das BSI
betonte im Vorfeld, es beobachte eine steigende Zahl sogenannter
APT-Angriffe (für Advanced Persistent Threat), also Attacken auf ein
bestimmtes Ziel. „Diese sind aktuell und zukünftig eine große
Bedrohung für Unternehmen und Verwaltungseinrichtungen.“ Die
Angreifer gingen immer professioneller vor und nutzten etwa
komplizierte Verschlüsselungs-Trojaner. Viele Opfer seien nicht
ausreichend geschützt.

„Die Anzahl der Schwachstellen und die Verwundbarkeit von
IT-Systemen liegt in Deutschland weiter auf einem hohen Niveau“,
stellte Könen fest. Ziele seien häufig Behörden von Bund und Land –
etwa der Bundestag im vergangenen Jahr -, aber auch Unternehmen, von
denen viele im Bereich der IT-Sicherheit noch nachbessern müssten:
„Der Mittelstand hat da großen Nachholbedarf, auch weil es eine
Kostenfrage ist“, sagte der BSI-Vizepräsident.

Entgegen Medienberichten sieht das BSI Krankenhäuser nicht
speziell im Visier von Kriminellen. „Verschlüsselungs-Trojaner werden
von Cyber-Kriminellen oftmals ungezielt und breit gestreut verteilt.
Es gilt eine generelle Gefährdungslage.“ In Nordrhein-Westfalen waren
zuletzt mehrere Krankenhäuser von Cyber-Angriffen betroffen. Die
Behörde mahnte zur Prävention. Bei Hacker-Angriffen geht es um
gravierende Risiken wie Betrug, Datenklau und Sabotage.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

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