NOZ: CDU-Spitzenkandidat: Deutschtürken in dritter Generation sollen sich für Staatsbürgerschaft entscheiden

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CDU-Spitzenkandidat: Deutschtürken in dritter
Generation sollen sich für Staatsbürgerschaft entscheiden

Althusmann wirft Weil in Sachen VW mangelnde Führung vor

Osnabrück. Der niedersächsische Landtagswahl-Spitzenkandidat Bernd
Althusmann (CDU) fordert einen staatsbürgerlichen
„Generationenschnitt“ bei jungen Deutsch-Türken ein, deren
Urgroßeltern als Gastarbeiter einwanderten. „Es kann erwartet werden,
dass die Urenkel-Generation sich im Alter zwischen 18 und 23 Jahren
entscheidet, ob sie zum Beispiel Deutsche oder Türken sind“, sagte
der CDU-Landesvorsitzende im Interview mit der „Neuen Osnabrücker
Zeitung“ (Mittwoch). Eine weitere Vererbung der türkischen
Staatsbürgerschaft lehnt Althusmann mit Blick auf die aktuellen
Spannungen zwischen Deutschland und der Türkei ab. Es sei ein
„Mythos“, dass eine doppelte Staatsbürgerschaft
integrationsförderlich sei, sagte der CDU-Politiker.

Der Herausforderer von Ministerpräsident Stephan Weil bei der
Landtagswahl am 14. Januar 2018 warf der rot-grünen Landesregierung
angesichts jüngster Bundesrats-Enthaltungen fehlende Führung vor.
Wegen unterschiedlicher Positionen hatte sich Niedersachsen in der
vergangenen Woche bei der Einstufung der Maghrebstaaten als sichere
Herkunftsländer und bei der Forderung nach Beschleunigung von
Autobahnneubauten in Niedersachsen enthalten. „Es ist unklar, was
diese Regierung überhaupt will, außer dass sie unbequeme
Entscheidungen auf die lange Bank schiebt“, sagte Althusmann.

Auch bei VW sei nicht klar, „wohin die Regierung nun eigentlich
will“, kritisierte der CDU-Politiker. Er forderte „Klarheit, wie das
Land Niedersachsen als Großaktionär jetzt die Weichen für die Zukunft
bei VW stellen will“. Im Fall eines CDU-Wahlsiegs versprach
Althusmann einen „wirklichen Neuanfang“ in Sachen Volkswagen-Politik.
„Ich will die sechs VW-Standorte in Niedersachsen stärken. Das wird
prioritäres Ziel einer CDU-Landesregierung ab dem 14. Januar sein“,
kündigte der CDU-Politiker an. Niedersachsen hält 20 Prozent an dem
Autokonzern und stellt zwei Aufsichtsratsmandate.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
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