NOZ: CDU-Wirtschaftsrat: SPD-Chef wird zum Kostentreiber

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CDU-Wirtschaftsrat: SPD-Chef wird zum
Kostentreiber

Forderungen nach mehr Beteiligung der Arbeitgeber an Kassen-Kosten
zurückgewiesen – „Unternehmen zahlen schon jetzt genug“

Osnabrück. Der CDU-Wirtschaftsrat hat SPD-Forderungen, die
Arbeitgeber wieder stärker an der Finanzierung der
Krankenkassen-Kosten zu beteiligen, scharf zurückgewiesen. „Wenn
Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) jetzt zum
Kostentreiber für die Betriebe wird, hat er seine Aufgabe
missverstanden“, sagte Generalsekretär Wolfgang Steiger der „Neuen
Osnabrücker Zeitung“ (Donnerstag). Bei den SPD-Forderungen werde
unterschlagen, dass die Arbeitgeber schon jetzt die Beiträge zu den
gesetzlichen Versicherungen zur Hälfte bezahlten und beispielsweise
die Beiträge zur Unfallversicherung vollständig trügen. Laut Steiger
übernehmen die Arbeitgeber zudem im Gesundheitsbereich die
Lohnfortzahlung komplett. Die in den letzten Jahren wieder wachsenden
Arbeitskosten in Deutschland machten es den Betrieben schwer, sich im
internationalen Wettbewerb zu behaupten, warnte der
CDU-Wirtschaftsrat.

SPD-Chef Gabriel will, dass künftig die Krankenkassenbeiträge
wieder paritätisch zur Hälfte von Arbeitgebern und Arbeitnehmern
getragen werden. Die sogenannte Parität müsse auch bei den
Zusatzbeiträgen gelten.

Von 1951 bis 2005 wurden die Krankenkassenbeiträge paritätisch von
Arbeitgebern und Arbeitnehmern gezahlt. Derzeit zahlen Arbeitnehmer
und Arbeitgeber zwar den festgelegten Beitragssatz von 14,6 Prozent
je zur Hälfte. Mehrkosten werden jedoch mit Zusatzbeiträgen
ausschließlich von den Arbeitnehmern finanziert.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

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