NOZ: EU-Parlamentspräsident: Idomeni ist ein Schandfleck

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EU-Parlamentspräsident: Idomeni ist ein
Schandfleck

Schulz fordert mehr Solidarität von EU-Staaten in Flüchtlingskrise

Brüssel. Der Präsident des Europaparlaments Martin Schulz hat das
griechische Flüchtlingslager Idomeni als Schandfleck für die
EU-Staaten bezeichnet. In einem Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker
Zeitung“ (Mittwoch) sagte Schulz: „Das ist ein Schandfleck für
diejenigen Mitgliedsstaaten, die nicht bereit sind, Flüchtlinge
aufzunehmen, und die die Griechen mit diesem Problem alleine lassen.“
Mit Blick auf unwillige Staaten kritisierte der
EU-Parlamentspräsident: „Die Staaten, die sich hartnäckig weigern,
Flüchtlinge aufzunehmen, haben die EU in solch eine Situation
getrieben.“

Griechenland stecke in einer tiefen Wirtschafts- und Finanzkrise
und benötige auch bei der Flüchtlingsfrage dringend Solidarität und
Hilfe. Schulz forderte: „Wir dürfen Griechenland mit dem
Flüchtlingsproblem nicht alleine lassen.“ Der EU-Parlamentspräsident
verlangte mehr Einsatz von allen 28 EU-Staaten in der
Flüchtlingsfrage: „Ich erwarte, dass alle Staaten an der Verteilung
teilnehmen.“

Die EU hatte im vergangenen Jahr die europaweite Verteilung von
160 000 Flüchtlingen vereinbart, allerdings kommt diese sehr
schleppend in Gang. Bislang sind gerade mal rund 1600 Flüchtlinge
umverteilt worden, also nur ein Hundertstel. Auf die Frage, was die
Gegner denn zum Umdenken veranlassen könnte, antwortete Schulz:
„Vielleicht die Erkenntnis, dass in der globalisierten Welt des 21.
Jahrhunderts, in der wir leben, es keine nationalen Antworten auf
globale Probleme wie die Migration mehr gibt. Das funktioniert
einfach nicht mehr.“

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

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