NOZ: Gespräch mit Christian Schmidt, Bundesverbraucherschutzminister

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Bundesminister Schmidt: Mindesthaltbarkeitsdatum
bei Zucker, Salz und Getreide streichen

CSU-Politiker will im Kampf gegen Lebensmittelverschwendung
Produktionsdatum auf Verpackung drucken

Osnabrück.- Bundesverbraucherschutzminister Christian Schmidt
(CSU) will im Kampf gegen die Lebensmittelverschwendung das
Mindesthaltbarkeitsdatum auf den Verpackungen einiger Produkte
streichen. Im Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“
(Donnerstag) sagte Schmidt: „Wir müssen überlegen: Brauchen Zucker,
Salz, Getreide oder andere dauerhaltbare Produkte wirklich ein
Mindesthaltbarkeitsdatum?“ Es sei sinnvoller, dass Produktionsdatum
anzugeben, so der CSU-Politiker vor dem Treffen der
Verbraucherschutzminister am Donnerstag in Osnabrück. Die jetzigen
Angaben würden zu häufig mit einem Verfallsdatum verwechselt,
weswegen die Lebensmittel dann im Müll landeten.

Bis 2020 wolle er „messbare Erfolge“ bei der Bekämpfung der
Nahrungsmittelverschwendung vorweisen, kündigte Schmidt in der NOZ
an. Dabei setze er vor allem auf Aufklärung und Information, denn „in
Küche und Kochtopf per Gesetz einzugreifen, ist schwierig“. Damit
reagierte Schmidt auch auf die Forderung einiger Länderkollegen, sich
dem EU-Ziel einer Reduktion der Lebensmittelverschwendung um 30
Prozent bis 2025 anzuschließen. Der Bundesminister selbst wird nicht
an der Osnabrücker Konferenz teilnehmen, sondern einen Staatssekretär
entsenden. Schmidt wird mit seinen Ministerkollegen der G20-Länder in
Istanbul über Lebensmittelverschwendung diskutieren.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

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