NOZ: Gespräch mit Gitta Connemann, stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag

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Unionsfraktionsvize: Fleischherkunft auch bei
Fertigprodukten ausweisen

Connemann kritisiert EU-Kommission – „Verbraucherwunsch endlich
ernst nehmen“

Osnabrück.- Die stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion im
Bundestag, Gitta Connemann, hat die Haltung der EU-Kommission beim
Thema Herkunftskennzeichnung von Fleisch kritisiert. Im Gespräch mit
der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Donnerstag) sagte die
CDU-Agrarexpertin, Brüssel müsse den Verbraucherwunsch nach einer
umfassenden Kennzeichnung auch bei verarbeitetem Fleisch – etwa in
Fertiglasagne oder auf Pizzas – „endlich ernst nehmen“. Herkunft sei
ein wichtiges Argument beim Einkauf. „Kurze Lieferwege entlasten das
Klima. Bei verarbeiteten Lebensmitteln wird mir diese Entscheidung
genommen“, sagte Connemann.

Seit Anfang April muss bei unverarbeitetem Fleisch auf der
Verpackung vermerkt sein, wo das Tier gemästet und geschlachtet
worden ist. Der Unionspolitikerin geht das nicht weit genug: „Ich
plädiere für eine umfassende Kennzeichnung“, sagte sie der NOZ. Die
jetzt getroffene Regelung sei lediglich ein Anfang.

Connemann betonte aber auch: „Selbst die beste Kennzeichnung
schützt nicht vor krimineller Energie und Betrug.“ Ein
Pferdefleischskandal könne sich jederzeit wiederholen. Die
Bundestagsabgeordnete kritisierte, dass das Kontrollnetz nicht
engmaschig genug sei. „Die dafür zuständigen Länder beschäftigen
immer weniger Lebensmittelkontrolleure.“ Handelskonzerne würden ihre
Verantwortung auf Lieferanten abwälzen. Und Gerichte schöpften den
möglichen Strafrahmen bei Lebensmittelskandalen häufig nicht aus,
sagte Connemann.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

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