NOZ: Gespräch mit Hans-Peter Bartels, Wehrbeauftragter des Bundestages

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Wehrbeauftragter warnt bei Flüchtlingshilfe vor
Überforderung der Truppe

Bartels: Ohne Bundeswehr geht es im Moment nicht – „Soldaten
wollen Konzepte sehen, wie es weitergeht“

Osnabrück. Der Wehrbeauftragte des Bundestages, Hans-Peter Bartels
(SPD), hat vor einer „Überforderung“ der Truppe bei der Bewältigung
des Flüchtlingsstroms gewarnt. „Die Kapazitäten sind endlich. Und es
darf auch kein Dauerzustand werden“, sagte Bartels im Gespräch mit
der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Donnerstag). Der Umfang der
Bundeswehrbeteiligung wachse beinahe täglich weiter, vor allem durch
das Zusammenrücken der Soldaten in vielen Kasernen, die nun mit
genutzt würden zur Erstaufnahme von Flüchtlingen.

„Ohne Bundeswehr geht es im Moment nicht, das ist wohl so“,
erklärte der SPD-Politiker. Für schnelle Hilfe hätten die meisten
Soldatinnen und Soldaten großes Verständnis. „Sie wollen helfen. Aber
sie wollen auch Konzepte sehen, wie es weitergeht“, erklärte der
Wehrbeauftragte, der die Interessen der Truppe vertritt. Die
Soldatinnen und Soldaten sollten auch möglichst effektiv eingesetzt
werden. Das sei nicht immer der Fall. Bei einem Besuch in der
Truppenunterkunft des Übungsplatzes Ohrdruf in Thüringen, habe er
festgestellt, dass Soldaten des heimischen Aufklärungsbataillons dem
Roten Kreuz bei vielen Aufgaben der Flüchtlingsbetreuung helfe. Dies
geschehe „ganz selbstverständlich“, sei aber keine Dauerlösung.
Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hatte
Flüchtlingshilfe durch 4.000 Soldaten zugesagt.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

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