NOZ: Gespräch mit Heinrich Bottermann, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt

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Bundesumweltstiftung fordert besseren
Grundwasserschutz

DBU: Belastung durch Medikamente und Nitrat senken –
Weltwasserforum am Sonntag

Osnabrück.- Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) mahnt
anlässlich des Weltwasserforums am Sonntag dazu, die
Grundwasserbelastung durch Medikamente und Nitrat zu senken.
DBU-Generalsekretär Heinrich Bottermann sagte im Gespräch mit der
Neuen Osnabrücker Zeitung (Samstag): „Rückstände von Medikamenten
werden von Kläranlagen nur sehr begrenzt zurückgehalten und auch mit
Gülle und Mist aus der Landwirtschaft ausgebracht.“ Außerdem sei der
Nitratgehalt im Grundwasser regional gestiegen. Die EU-Kommission
habe Deutschland 2014 aufgefordert, dagegen vorzugehen.

Zwar lägen die ermittelten Konzentrationen von
Medikamentenrückständen noch unterhalb der für Menschen
gesundheitsbedenklichen Grenzwerte, sagte Bottermann in Osnabrück.
„Langzeitwirkungen sind bisher aber nicht erforscht. Erste
Auswirkungen von Mikroschadstoffen auf Wasserlebewesen vor allem
durch Schmerzmittel und Hormone wurden bereits nachgewiesen“, so
Bottermann. Der DBU-Generalsekretär rief Unternehmen, Verbraucher und
die Landwirtschaft zu mehr Vorsorge auf, „damit die Stoffe erst gar
nicht in das Grund- und Trinkwasser gelangen“.

Auf dem siebten Weltwasserforum in den südkoreanischen Städten
Daegu und Gyeongju werden nach Angaben der Veranstalter ab Sonntag
rund 35.000 Teilnehmer aus 170 Ländern über Wassermangel,
Wasserqualität und damit verbundene Umweltprobleme diskutieren.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

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