NOZ: Gespräch mit Heinz Hilgers, Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes

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Kinderschutzbund: Mehr Sachleistungen würde Lage
von Flüchtlingskindern verschärfen

Präsident Hilgers kritisiert Vorstoß von Minister de Maizière –
„Verfassungswidriger Weg“

Osnabrück. Der Deutsche Kinderschutzbund warnt vor den negativen
Folgen für Flüchtlingskinder, sollte sich der Vorstoß von
Bundesinnenminister Thomas de Maizière für mehr Sachleistungen für
Asylbewerber durchsetzen. In einem Gespräch mit der „Neuen
Osnabrücker Zeitung“ (Samstag) sagte Präsident Heinz Hilgers: „Das
würde die katastrophale Situation von Flüchtlingskindern in
Deutschland deutlich verschärfen.“ Schon in der derzeitigen Praxis
würden Kinderrechte mit Füßen getreten, betonte Hilgers etwa mit
Blick auf die Unterbringung in Sammelunterkünften und die mangelhafte
Gesundheitsversorgung von Asylbewerber-Kindern. „Wenn das Geld
gekürzt und mehr auf Sachleistungen gesetzt wird, bedeutet dies einen
Rückschritt“, so der Kinderschutzbund-Präsident. Minister de Maizière
schlage „einen verfassungswidrigen Weg“ vor. „Um die Integration von
Flüchtlingskindern zu fördern, müssen sie und ihre Familien die
Chance haben, mit dem vorhandenen Geld ihr eigenes Leben zu
gestalten“, sagte Hilgers.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

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