NOZ: Gespräch mit Marlene Mortler, Drogenbeauftragte der Bundesregierung

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Drogenbeauftragte der Bundesregierung: Bremer
Cannabis-Pläne das falsche Signal

Mortler lehnt Vorhaben der Hansestadt ab – „Legalisierung lässt
Konsum weiter ansteigen“

Osnabrück. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene
Mortler (CSU), hat die Ankündigung des Bremer Regierungschefs Carsten
Sieling (SPD), den Genuss der Droge Cannabis nicht länger zu
bestrafen, als „völlig falsches Signal“ kritisiert. „Cannabiskonsum
wird zu sehr verharmlost. Dabei ist es alles andere als harmlos“,
sagte Mortler der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Montag) in einem
Gespräch. Sielings Cannabis-Pläne seien „nicht zu Ende gedacht“. Es
sei zu erwarten, dass bei einer Legalisierung der Droge deren Konsum
weiter ansteigen werde. Schon heute sei im Bereich der illegalen
Drogen Cannabis Grund Nummer eins für die Behandlung von Jugendlichen
in Suchthilfeeinrichtungen. Das Bremer Vorhaben sei
„kontraproduktiv“. Als Regierungschef des hochverschuldeten
Stadtstaats Bremen hätte Sieling „eine ganze Menge echter
Herausforderungen zu bewältigen“, mahnte die Drogenbeauftragte.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

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