NOZ: Gespräch mit Martin Wansleben, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie-und Handelskammertages

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Deutscher Industrie-und Handelskammertag:
Hervorragende Chancen für Hauptschüler

„Unterstützung für Betriebe, die Leistungsschwächere ausbilden“ –
Bericht zur Berufsbildung im Kabinett

Osnabrück.- Der Deutsche Industrie-und Handelskammertag (DIHK)
sieht bei zuletzt 80.000 unbesetzten Lehrstellen allein im Bereich
der IHKs „hervorragende Chancen“ für Hauptschüler. In einem Gespräch
mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Mittwoch) verwies
DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben auf Hilfen vor allem für
kleine und mittlere Unternehmen, die bei der Ausbildung von
leistungsschwächeren Jugendlichen vor großen Herausforderungen
stünden. An diesem Mittwoch wollen Bildungsministerin Johanna Wanka
(CDU) und Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) im Bundeskabinett den
Berufsbildungsbericht der Bundesregierung vorstellen.

„Wir werben für das neue Instrument der assistierten Ausbildung“,
sagte DIHK-Hauptgeschäftsführer Wansleben. Im ersten Schritt seien
von den Arbeitsagenturen für 2015/16 bis zu 10.000 Plätze geplant,
damit Betriebe nicht allein gelassen würden. Auch die Unternehmen
selbst böten viele Möglichkeiten der Unterstützung an, wenn auch jene
Jugendliche nun deutlich schneller in die Betriebe kämen, die vor
Jahren noch mehrere Schleifen zur Verbesserung ihrer Ausbildungsreife
gebraucht hätten. „Noch ein zweiter Trend wird für Unternehmer
zunehmend eine Herausforderung“, sagte Wansleben. Jugendliche in
Deutschland strebten nach höheren Bildungsabschlüssen. Die Anzahl
derjenigen, die eine Ausbildung beginnen, ist laut DIHK in den
letzten zehn Jahren um sechs Prozent gesunken. Nur noch 17 Prozent
aller Schüler eines Jahrgangs verließen die allgemeinbildenden
Schulen mit einem Hauptschulabschluss. Gerade in den Bereichen
Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik würden im
Jahr 2020 aber gut 1,3 Millionen Facharbeiter fehlen. „Das ist eine
richtig gute Chance für alle, die sich für eine Ausbildung in diesem
Bereich entscheiden“, sagte der Hauptgeschäftsführer.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

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