NOZ: Gespräch mit Martin Wansleben, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie-und Handelskammertages

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Deutscher Industrie-und Handelskammertag warnt
vor neuen Debatten um Stromtrassen

„Bayern bringt kein Sonderopfer“ – Hauptgeschäftsführer begrüßt
Einlenken nach Protest von Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU)

Osnabrück.- Der Deutsche Industrie-und Handelskammertag (DIHK) hat
die von Bayern geforderte neue Diskussion um Stromtrassen abgelehnt.
„Dafür gibt es keinen Bedarf“, sagte Hauptgeschäftsführer Martin
Wansleben der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Mittwoch). Es sei auch
kein „Sonderopfer Bayerns“ zu erkennen, wenn dort zwei Stromtrassen
verlegt würden. Diese sicherten schließlich die Stromversorgung
gerade auch in diesem Land. Es sei eine „gute Nachricht“, dass dies
der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) nun
ausdrücklich anerkenne.

Der DIHK warnte vor Verzögerungen des Netzausbaus. „Diese führen
dazu, dass wir im Norden Strom abfackeln und im Süden teure
Zwischenlösungen zur Sicherung der Stromversorgung organisieren
müssten“, sagte Wansleben. Beides verursache erhebliche Kosten für
Bürger und Unternehmen. Bayern will die geplante Gleichstrom-Trasse
für den sogenannten Suedlink nach Westen verschieben. Damit würde die
Trasse, die Windstrom von Norden nach Süden bringt, statt durch
Bayern hauptsächlich durch Baden-Württemberg und Hessen führen. Beide
Länder protestierten. Seehofer machte daraufhin ein Gesprächsangebot.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

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