NOZ: Gespräch mit Rudolf Seiters, Präsident des Deutschen Roten Kreuzes

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Rotes Kreuz fordert Aufwertung der Arbeit
ehrenamtlicher Helfer

Seiters: Wer sich einsetzt, muss vom Arbeitgeber freigestellt
werden – Gleichstellung mit Feuerwehr angemahnt Osnabrück. Das
Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat sich für eine Aufwertung der Arbeit
ehrenamtlicher Helfer durch den Gesetzgeber ausgesprochen. „Ohne die
vielen Tausend ehrenamtlichen Helfer wäre die Betreuung der
Flüchtlinge in Deutschland in der jetzigen Dimension gar nicht
machbar“, sagte DRK-Präsident Rudolf Seiters im Gespräch mit der
„Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Mittwoch). Er forderte die Politik auf,
die ausgebildeten ehrenamtlichen DRK-Helfer und die Helfer
befreundeter Hilfsorganisationen bei nationalen Großeinsätzen wie der
Flüchtlingsbetreuung mit der Freiwilligen Feuerwehr gleichzustellen.
Nach der derzeitigen Lage hätten ehrenamtliche DRK-Helfer im
Unterschied zur Feuerwehr oder Technischem Hilfswerk keinen Anspruch
auf Freistellung durch den Arbeitgeber. Um die materiellen Folgen für
Helfer und ihre Arbeitgeber abzufedern, müssten sowohl die
Freistellung als auch die Lohnfortzahlung gesichert werden, sagte
Seiters. Das DRK betreut nach Angaben des Präsidenten derzeit in den
Bundesländern 311 Notunterkünfte mit mehr als 86.000 Flüchtlingen.
Außerdem unterstütze es die Bundesregierung dabei, zusätzliche feste
Unterkünfte und sogenannte Warteräume für mehrere Tausend Flüchtlinge
zu schaffen. Insgesamt seien mehr als 15.000 ehrenamtliche und
hauptamtliche DRK-Helfer bundesweit rund um die Uhr im Einsatz, die
meisten davon ehrenamtlich.

„Viele von ihnen sind mittlerweile an die Grenzen ihrer
Belastbarkeit gekommen“, erklärte Seiters, der das Thema auch beim
Treffen der Kanzlerin mit Vertretern humanitärer Hilfsorganisationen
zur Sprache brachte. Zwar stünden „ungebundene Helfer“ in erfreulich
hoher Zahl zur Verfügung, müssten aber von erfahrenen, ausgebildeten
Helfern zumindest begleitet werden, betonte der Präsident. Das DRK
ist mit 400.000 ehrenamtlichen Helfern und rund 150.000
hauptamtlichen Mitarbeitern die größte humanitäre Hilfsorganisation
in Deutschland.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

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