NOZ: Gespräch mit Ulrich Grillo, Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI)

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Grillo fordert vor EU-Gipfel „glasklare
Abmachungen“ mit Griechenland

BDI-Präsident: Faule Kompromisse darf es nicht geben

Osnabrück.- Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) drängt
mit Blick auf den EU-Gipfel auf „glasklare Abmachungen“ mit
Griechenland. BDI-Präsident Ulrich Grillo sagte der „Neuen
Osnabrücker Zeitung“ (Donnerstag): „Wir brauchen unbedingt einen
verbindlichen Maßnahmenfahrplan für die notwendige Einigung. Die
Regierung von Alexis Tsipras muss genau beschreiben und
quantifizieren, welche Reformen sie plant und wann diese kommen.“ Nur
wenn unzweideutig erkennbar werde, dass die griechische Regierung
ihre Ankündigungen auch in die Tat umsetzen wolle, dürfe es weitere
finanzielle Hilfe geben. Grillo: „Griechenland kann nicht um jeden
Preis in der Währungsunion gehalten werden. Faule Kompromisse darf es
nicht geben.“

Der BDI-Präsident betonte: „Für die griechische Bevölkerung wäre
es in jedem Fall besser, wenn die Regierung den Reformweg beschreiten
und einen Grexit, also einen Austritt aus der Währungsunion,
vermeiden würde.“ Ein Grexit wäre nach den Worten des BDI-Präsidenten
„ein riesiges Problem für die griechische Wirtschaft, die sehr stark
von Importen abhängig ist“. So würde zum Beispiel die Einfuhr
deutscher Maschinen extrem teuer, wenn die Griechen mit einer
weicheren Währung wie der Drachme bezahlen müssten.

Für die deutsche Industrie wäre ein Austritt der Griechen aus der
Währungszone dagegen aufgrund des vergleichsweise geringen
Handelsvolumens mit dem Land verkraftbar, so Grillo weiter. „Das
wirft uns nicht aus der Bahn.“

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

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