NOZ: Gespräche zum Flüchtlingslager in Osnabrück

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Pistorius über Schweiger: „Der Mann meint das
ehrlich“

Osnabrück.- Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius hat
Schauspieler Til Schweiger gegen Kritik an dessen Hilfsplänen für
Flüchtlinge verteidigt. In einem Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker
Zeitung“ (Donnerstag) sagte der SPD-Politiker: „Der Mann meint das
ehrlich!“ Er wolle helfen und für die Flüchtlinge in ihrer ersten
Zeit der Aufnahme in Deutschland „etwas Zusätzliches tun, das in
einer solchen vom Staat finanzierten Einrichtung meist nicht
angeboten werden kann“.

Pistorius erklärte, Schweiger den Vorschlag für dessen Engagement
in Osnabrück gemacht zu haben. Der Film- und Fernsehstar plant dort
nach eigenen Angaben unter anderem den Aufbau einer Fahrrad- und
Holzwerkstatt, ein kostenloses WLAN-Netz sowie die Einstellung von
Deutschlehrern. Das im Dezember vergangenen Jahres eröffnete
Erstaufnahmelager ist die einzige vergleichbare Einrichtung in
Niedersachsen, die nicht vom Land, sondern von der Diakonie als
privater Organisation betrieben wird. „Ganz formal kann man mit einer
gemeinnützigen Stiftung das Land nicht unterstützen“, erklärte
Pistorius, weshalb sich Osnabrück als Standort des Projektes gut
eigne.

Der Schauspieler und Regisseur wird sich nach Pistorius–
Überzeugung auch in weiteren Einrichtungen engagieren. „Das würde
dann auch für Osterode gelten, wenn dort tatsächlich eine
Erstaufnahmeeinrichtung entstehen sollte.“ Hier hatte Schweiger
zunächst mit dem Aufbau von Freizeit- und Bildungsangeboten helfen
wollen.

In Osnabrück ist das Engagement des Schauspielers hoch willkommen.
Der örtliche Diakonie-Geschäftsführer Gerhard Töller sagte der „Neuen
Osnabrücker Zeitung“, „wir können jede Hilfe brauchen“. Besonders
wichtig sei Unterstützung zum Erwerb der deutschen Sprache. Derzeit
gebe es zwar bereits Sprachunterricht. Eine Ausweitung sei aber
sinnvoll. Bedeutend sei auch die von Schweiger vorgeschlagene
Einrichtung eines WLAN-Netzwerkes, unterstrich Töller. „Viele
Flüchtlinge sind in großer Sorge um ihre Angehörigen und Freunde. Ein
ständiger Kontakt zur Heimat ist hilfreich.“ Schweigers Engagement
bedeutet zudem eine Unterstützung der vielen ehrenamtlichen Helfer.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

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