NOZ: Gespräch mit Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbands des deutschen Handwerks

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Handwerk fordert vor IT-Gipfel der
Bundesregierung mehr Ehrgeiz und mehr Tempo

Präsident Wollseifer: Bis heute fehlt Finanzkonzept für digitale
Agenda – „Ausbauziel reicht nicht aus“

Osnabrück. Der Zentralverband des deutschen Handwerks hat vor dem
IT-Gipfel an diesem Dienstag die Bundesregierung zu mehr Tempo, mehr
Ehrgeiz und zu klaren Finanzzusagen bei ihrer digitalen Agenda
aufgefordert. In einem Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“
(Dienstag) sagte Präsident Hans Peter Wollseifer, bis heute sei
unklar, wie der flächendeckende Ausbau der Datenautobahnen bezahlt
werden solle. Auch sei der Plan, bis 2018 flächendeckend den Zugang
zum Internet mit mindestens 50 Mbit/s sicherzustellen, allenfalls ein
„Zwischenziel“. Bereits jetzt sei absehbar, dass 50 Mbit/s nicht
ausreichen würden, kritisierte Wollseifer. Mit zunehmender Vernetzung
werde das Datenvolumen extrem wachsen. Zudem würden gerade auch
Telemedizin und e-Learning in der Bevölkerung erheblich an Bedeutung
gewinnen. „Das Tempo beim Ausbau muss anziehen“, forderte der
Handwerkspräsident. Vor allem in ländlichen Räumen drohe die
„Abkopplung von wichtigen Entwicklungsprozessen.“ Auch dort müssten
Unternehmen in der Lage sein, große Datenmengen verschicken zu
können, wie etwa Bau-oder Konstruktionspläne. Wollseifer plädierte
dafür, den Begriff „Wirtschaft 4.0“ statt „Industrie 4.0“ zu
verwenden. Das Handwerk sei an allen Wertschöpfungsketten beteiligt.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

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