NOZ: Gewerkschaft NGG warnt vor Aufweichung des Arbeitszeitgesetzes

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Gewerkschaft NGG warnt vor Aufweichung des
Arbeitszeitgesetzes

Vorsitzende Rosenberger: Fatal und unnötig – Grenzen der
Arbeitsbelastung seien erreicht

Osnabrück. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) lehnt
den Vorstoß der Arbeitgeberseite zur Flexibilisierung von
Arbeitszeiten ab. In einem Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker
Zeitung“ (Mittwoch) sagte NGG-Vorsitzende Michaela Rosenberger: „Eine
Aufweichung des Arbeitszeitgesetzes wäre fatal und unnötig.“ Bereits
jetzt seien die Grenzen der Beschäftigten in Sachen Flexibilität und
Arbeitsbelastung erreicht. „Übermäßiger Zeitdruck, ständige
Überstunden, Nichteinhalten von Pausen. Das alles gibt es schon heute
und das macht die Menschen krank“, warnte Rosenberger.

Die Gewerkschaftvorsitzende wies darauf hin, dass Belegschaften im
Zuge von Betriebsvereinbarungen oder Tarifverträgen bereits jetzt
flexibel eingesetzt werden könnten, beispielsweise um
Produktionsspitzen abzufedern. Nach Ansicht von Rosenberger liefen
die „Angriffe auf das Arbeitszeitgesetz“ durch die Arbeitgeberseite
ins Leere, denn es bestehe kein Reformbedarf. „Die heute geltenden
Regelungen gelten seit Jahrzehnten und wurden nicht ohne Grund,
sondern zum Schutz der Beschäftigten beschlossen. Diesen Schutz
brauchen sie heute wie damals.“

Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer hatte zuvor angestoßen, dass es
möglich sein sollte, auch über zehn Stunden am Tag hinaus zu
arbeiten. Einen entsprechenden Ausgleich könnten die Arbeitnehmer
dann an anderen Tagen nehmen. Kramer forderte eine Reform des
Arbeitszeitgesetzes mit einer Umstellung von Tageshöchstarbeit auf
Wochenarbeitszeit.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

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