NOZ: Grüne kritisieren Autogipfel im Kanzleramt als „Schaufensterpolitik“

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Grüne kritisieren Autogipfel im Kanzleramt als
„Schaufensterpolitik“

Hofreiter: Regierung verschnarcht den Wandel in der Autoindustrie
– „Gerecht wäre es, Besitzer von Dreckschleudern zur Kasse zu bitten“

Osnabrück. Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter hat den Autogipfel
im Kanzleramt als “ Schaufensterpolitik“ kritisiert. „Mit dieser
verzagten Politik verschnarcht die Bundesregierung den nötigen
technischen Wandel in der Autoindustrie“, sagte Hofreiter der „Neuen
Osnabrücker Zeitung“ (Donnerstag). Nötig sei eine langfristig
wirksame Strategie für die Elektromobilität mit klaren und
ambitionierten Zielen. “ Strohfeuer brauchen wir nicht“, erklärte der
Grünen-Politiker.

Ein Kaufanreiz für Elektroautos sei als Teil einer „klugen
Strategie sinnvoll“, an der es aber mangele. Hofreiter kritisierte
auch die Finanzierung der Kaufprämie. Dafür dürfe nicht der
Bundeshaushalt herhalten. „Gerecht wäre ein Bonus-Malus-System, das
die Besitzer von überdimensionierten Dreckschleudern stärker zur
Kasse bittet“, betonte der Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion.

Wie nach dem Autogipfel bekannt wurde, soll es für reine E-Autos
Zuschüsse von 4000 Euro geben, für Hybride mit ergänzendem
Verbrennungsmotor 3000 Euro. Die Kosten in Höhe von 1,2 Milliarden
Euro sollen sich der Bund und die Hersteller jeweils zur Hälfte
teilen. Prämien sollen nur möglich sein für Modelle mit einem
Listenpreis von maximal 60 000 Euro für ein Basismodell. Ein
Elektro-Golf zum Beispiel hat in der Basisfassung einen Listenpreis
von knapp 35 000 Euro.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

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