NOZ: Interview mit Annelie Buntenbach, DGB-Vorstandsmitglied

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DGB: Bund muss schnellen Spracherwerb von
Flüchtlingen intensiver fördern

Vorstandsmitglied Buntenbach fordert Abrücken von schwarzer Null
im Bundeshaushalt

Osnabrück. Der DGB hat angesichts der Flüchtlingskrise vom Bund
möglichst bald deutlich höhere Mittel für den schnellen Spracherwerb
gefordert. In einem Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“
(Mittwoch) sagte Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach: „Da muss
dringend mehr investiert werden.“ Die Bundesagentur für Arbeit sei
bei den Sprachkursen für Flüchtlinge eingesprungen, die in diesem
Jahr anfangen. Damit versuche die Behörde, Verzögerungen zu
vermeiden. Grundsätzlich müssten die Kurse aber aus Steuermitteln und
nicht aus Beitragsmitteln gezahlt werden, forderte Buntenbach.

Das DGB-Vorstandsmitglied rief den Bund dazu auf, wegen der
Integration von Flüchtlingen vom Ziel einer schwarzen Null im
Bundeshaushalt abzurücken. Jetzt müsse schnell Geld in die Hand
genommen werden, damit Flüchtlinge die deutsche Sprache erlernen
könnten und in ihre Aus- und Weiterbildung investiert werden könne.
„Was wir jetzt hier investieren, erspart uns hohe Kosten in der
Zukunft“, sagte Buntenbach. „Wir werden diese schwarze Null ansonsten
teuer bezahlen.“ Wenn erst später in Spracherwerb oder Qualifizierung
investiert werde, steige das Risiko gesellschaftlicher Verwerfungen.
„Wenn der Mechatroniker erst mal als Packer arbeitet oder die Ärztin
als Putzfrau, dann haben wir alle verloren“, sagte Buntenbach.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

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