NOZ: Interview mit Bernd Lucke, AfD-Gründer

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Lucke strebt AfD-Spitzenkandidatur für die
Bundestagswahl 2017 an

Parteigründer: Wäre mir Ehre und Vergnügen Osnabrück.- AfD-Gründer
Bernd Lucke strebt neben dem alleinigen Vorsitz auch die
Spitzenkandidatur bei der Bundestagswahl 2017 an. In einem Interview
mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Freitag) sagte Lucke trotz der
parteiinternen Querelen: „Es wäre mir eine große Ehre und ein großes
Vergnügen.“

Die Alternative für Deutschland (AfD) werde sich
selbstverständlich an der Bundestagswahl beteiligen, kündigte der
Europaabgeordnete an. „Wir haben vor, den Altparteien schmerzliche
Wunden zuzufügen“, fügte er hinzu. „Einer muss ja Frau Merkels
Kanzlerschaft mal beenden.“

Lucke erklärte, er habe den Vorschlag der AfD-Landesvorstände
unterstützt, gemeinsam mit der Co-Vorsitzenden Frauke Petry
abzutreten, um Platz für eine neue Spitze zu machen. Petry habe dies
abgelehnt. Damit sei die Idee vom Tisch.

Der Parteigründer sagte, er hätte auch auf einem
Delegiertenparteitag der AfD sehr gute Chancen gehabt, sich gegen
seine Rivalin durchzusetzen. Doch er habe einen Mitgliederparteitag
befürwortet, weil die Vorstandswahl eine wichtige Entscheidung sei,
für die er sich breiten Rückhalt wünsche.

Die AfD hatte am Dienstag ihr für den 13. und 14. Juni in Kassel
geplantes Treffen abgesagt. Schiedsgerichte der Partei hatten zuvor
Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Delegiertenwahlen in Hessen,
Thüringen, Nordrhein-Westfalen und im Saarland festgestellt.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

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