NOZ: Interview mit Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes

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Städte-und Gemeindebund: Task Force auf
Bundesebene muss Flüchtlingspolitik steuern

Landsberg pocht angesichts steigenden Zustroms auf deutlich mehr
Bundesmittel – „Schnellere Reaktion möglich“

Osnabrück. Der Deutsche Städte- und Gemeindebund hat sich für eine
Task Force ausgesprochen, die auf Bundesebene die Flüchtlingspolitik
in Deutschland steuert. „Das wäre ein wirksames Mittel, um die
Reaktionszeiten zu verkürzen und die Koordination zu verbessern“,
sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg in einem Interview mit der
„Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstag). Er erwarte allerdings, dass in
dieser Arbeitsgruppe der Sachverstand der Kommunen Gehör finde und
Bund wie Länder die Situation vor Ort stärker als bisher in den Blick
nähmen. Landsberg forderte deutlich mehr finanzielle Unterstützung
des Bundes. Die für das Jahr 2015 zugesagte eine Milliarde Euro
reiche angesichts wachsender Flüchtlingsströme nicht annähernd aus.
„Die Summe muss mindestens verdoppelt werden“, betonte Landsberg. Er
mahnte größtmögliche Anstrengungen an, damit Asylbewerber schneller
Arbeit bekommen. Dies gelte auch für die Flüchtlinge, die zwar keine
Anerkennung als Asylbewerber bekämen, aber in Deutschland geduldet
werden. Eine Duldung könne sich über viele Jahre hinziehen. „Es ist
im Interesse dieser Menschen, dass sie in dieser Zeit einer Arbeit
nachgehen können“, erklärte der Hauptgeschäftsführer des kommunalen
Verbandes. Daher sei es sinnvoll, die Bildungsabschlüsse bei Ankunft
der Asylbewerber systematisch zu erfassen.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

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