NOZ: Interview mit Hans-Peter Bartels, Vorsitzender des Verteidigungsausschusses des Bundestags und künftiger Wehrbeauftragter

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Künftiger Wehrbeauftragter Bartels warnt vor
Eskalation im Ukraine-Konflikt

Noch-Vorsitzender des Verteidigungsausschusses: Regierung in Kiew
sehr nervös – „Steinmeier und Merkel immer wieder von russischen
Gesprächspartnern angelogen“

Osnabrück. Der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses des
Bundestags und künftige Wehrbeauftragte, Hans-Peter Bartels (SPD),
warnt vor einer Eskalation im Ukraine-Konflikt. In einem Interview
mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstag) sagte Bartels, ein
sogenannter eingefrorener Konflikt sei aktuell „fast schon das Beste,
auf das wir hoffen können“. Bei seinem Besuch in Kiew Ende April habe
er den Eindruck gewonnen, dass man dort „sehr nervös“ sei und mit
einer von russischen Kräften unterstützten Offensive der Separatisten
in den nächsten Wochen rechne, sagte Bartels. Dennoch sei Diplomatie
der richtige Weg, betonte der Verteidigungsexperte. „Aber
Vereinbarungen müssen eingehalten werden“, forderte er mit Blick auf
die russische Regierung in Moskau. „Außenminister Steinmeier und
Kanzlerin Merkel haben bemerkenswerte Geduld bewiesen, auch
persönlich“, sagte Bartels. Sie hätten jedoch „die Erfahrung gemacht,
immer wieder angelogen zu werden von ihren russischen
Gesprächspartnern“. Ohne „strategische Geduld“ werde es nicht gehen,
sagte der SPD-Politiker.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

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