NOZ: Interview mit Jens Böhrnsen, Bremens Bürgermeister

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Böhrnsen will nach der Wahl in Bremen einen
Sparkurs einschlagen

SPD-Spitzenkandidat: Schwerpunkte in Bildung und Wissenschaft –
Für Fortsetzung der rot-grünen Koalition

Osnabrück.- Bremens Bürgermeister Jens Böhrnsen (SPD) will nach
einem möglichen Wahlsieg bei der Bürgerschaftswahl am 10. Mai einen
Sparkurs einschlagen. In einem Interview mit der „Neuen Osnabrücker
Zeitung“ (Mittwoch) sagte Böhrnsen: „Wir drehen den Euro nicht nur
einmal, sondern mehrfach um, bevor wir ihn ausgeben.“ Er fügte hinzu,
angesichts des eingeschränkten finanziellen Spielraums, wolle die SPD
Schwerpunkte setzen. Dazu gehörten Investitionen in die frühkindliche
und schulische Bildung, in die berufliche Ausbildung und in die
Wissenschaft. „Wir setzen auf eine wachsende Stadt, um damit auch
unsere Steuerbasis zu verbreitern“, betonte Böhrnsen. Daher sei auch
sozialer Wohnungsbau ein Thema.

Zur Begründung, warum er ein TV-Duell mit der
CDU-Spitzenkandidatin Elisabeth Motschmann vor der Wahl abgelehnt
hat, erklärte der SPD-Politiker: „Sie hatte keinen TV-Sender, der ein
solches TV-Duell veranstalten wollte.“ Die CDU sei 2011 nur
drittstärkste Kraft in Bremen geworden. Böhrnsen bekräftigte, dass er
ein Bündnis mit den Grünen fortsetzen wolle. Mit der rot-grünen
Koalition habe Bremen „gute Erfahrungen“ gemacht.

In der Verkehrspolitik sei die Fertigstellung des Autobahnrings um
Bremen, die A 281, das herausragende Projekt. Gesucht werde noch ein
privater Investor, der sich am Bau eines Tunnels unter der Weser
beteiligen werde. „Wir werden mit aller Kraft dieses Projekt
vorantreiben“, erklärte Böhrnsen. Ein konkretes Datum für die
Fertigstellung wollte er nicht nennen.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

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