NOZ: Interview mit Manuela Rosenberger, Vorsitzende Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten

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NGG: Fett- und Zuckersteuer ist „dreist und
diskriminierend“

Gewerkschaft gegen Zwangsabgabe auf Süßigkeiten – „Bessere
Aufklärung in den Schulen“

Osnabrück. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat
Forderungen nach einer Fett- und Zuckersteuer im Kampf gegen das
Übergewicht als „diskriminierend und dreist“ zurückgewiesen. In einem
Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Montag) sagte
Vorsitzende Manuela Rosenberger: „So eine Steuer trifft natürlich
besonders Geringverdiener und das impliziert, dass sich besonders
diese schlecht ernähren.“ Sie sprach sich stattdessen für eine
bessere Aufklärung über gesunde Ernährung in Kindergärten und Schulen
aus.

Zuletzt hatte sich die Deutsche Diabetes Gesellschaft für eine
Zucker-Fett-Steuer ausgesprochen. Auch Krankenkassen und Abgeordnete
der Großen Koalition im Bundestag hatten sich befürwortend geäußert.
Nach der Sommerpause will sich die Bundesregierung mit einem
Präventionsgesetz befassen.

Rosenberger sagte: „Eine Steuer ist das falsche Mittel, um
Einfluss auf die Ernährungsgewohnheiten der Bevölkerung zu nehmen.“
Stattdessen müssten Kinder wieder lernen, mit Lebensmittel umzugehen.
„Das bedeutet natürlich auch, dass die Verpflegung in Schulkantinen
besser werden müsste. Wer hier nur auf den niedrigen Preis achtet,
eignet sich nicht als Vorbild“, sagte Rosenberger.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

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