NOZ: Lauterbach: Organspende in Deutschland neu regeln

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Lauterbach: Organspende in Deutschland neu
regeln

SPD-Gesundheitsexperte: Jeder sollte grundsätzlich Organspender
sein – „Wer nicht will, kann selbstverständlich widersprechen“

Osnabrück. Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach spricht sich
für eine Neuregelung der Organspende in Deutschland aus. Lauterbach
sagte in einem Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“
(Donnerstag): „Eine Regelung, nach der grundsätzlich jeder
Organspender ist, halte ich auch für Deutschland für richtig.“ Er sei
dafür, die in Deutschland geltende Regelung „noch einmal gründlich zu
überprüfen“, sagte Lauterbach mit Blick auf die Niederlande. Dort
hatte das Parlament am Dienstag mit hauchdünner Mehrheit für einen
umstrittenen Gesetzentwurf gestimmt. Demnach soll künftig jeder
Einwohner der Niederlande als Organspender registriert werden, es sei
denn, er widerspricht dem ausdrücklich. Mit der Regelung soll die
Zahl der Spender erhöht werden. „Ich habe die Diskussion in den
Niederlande verfolgt“, sagte Lauterbach. Auch in Deutschland gäbe es
viel zu wenig Spender, betonte er. „Wir müssen einsehen, dass wir in
Deutschland mit unserer jetzigen Regelung wahrscheinlich nicht weiter
kommen.“

Unabdingbar für eine solche Regelung sei ein Widerspruchsrecht, so
Lauterbach. „Wer kein Organspender sein will, kann dem
selbstverständlich widersprechen. Damit das funktioniert, müssen wir
alles dafür tun, dass der Widerspruch auch gehört wird.“

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

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