NOZ: Metall-Arbeitgeber verteidigen erstes Tarifangebot

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Metall-Arbeitgeber bleiben hart: Jetzt ist die
IG Metall am Zug

Hautgeschäftsführer Zander drängt auf „deutliches Signal“

Osnabrück. Die Arbeitgeber in der Metall- und Elektroindustrie
verteidigen ihr umstrittenes erstes Tarifangebot und sehen bei der
Fortsetzung der Tarifverhandlungen an diesem Donnerstag jetzt die
Gewerkschaft am Zug. Gesamtmetall-Hauptgeschäftsführer Oliver Zander
sagte in einem Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“
(Montag): „Da muss jetzt ein deutliches Signal kommen, dass die IG
Metall auf uns zugehen will.“ Die Gewerkschaft müsse runter von ihrer
viel zu hohen 5-Prozent-Forderung und sich der wirtschaftlichen
Realität stellen.

Die Arbeitgeber haben 0,9 Prozent mehr Geld und eine Einmalzahlung
von 0,3 Prozent angeboten. Die IG Metall kritisiert das Angebot als
„Provokation“. Zander betonte dagegen, der Sachverständigenrat gehe
für das laufende Jahr von 0,3 Prozent Inflation und einer
gesamtwirtschaftlichen Produktivitätssteigerung von ebenfalls 0,3
Prozent aus. „Da kann sich unser Angebot unterm Strich sehr wohl
sehen lassen. Die Zahlen, die die Gewerkschaft angesetzt hat für ihre
Forderung, passen leider nicht zur Wirklichkeit.“ Die IG Metall könne
nicht mit der von der Europäischen Zentralbank angestrebten
Inflationsrate nahe 2 Prozent argumentieren. denn dieser Wert
entspreche nicht der Realität, wie jeder wisse. Zander: „Das ist
keinem zu vermitteln, der rechnen kann.“

Bei den Arbeitgebern ist die Stimmung nach den Worten von Zander
gereizt: „Allen ist klar: So wie bisher können wir nicht
weitermachen. Das führt in den Abgrund.“ Er betonte, die
Lohnstückkosten sein im Ausland meist deutlich niedriger. Die
Industrie in Deutschland gerate dadurch massiv unter Druck. Immer
mehr Investitionen deutscher Unternehmen würden im Ausland getätigt.
Zander warnte: „Jetzt die Löhne in Deutschland ein weiteres Mal
massiv zu erhöhen, wäre fatal.“ Im Übrigen liege der
durchschnittliche Lohn eines Arbeiters in Metall- und
Elektroindustrie bei rund 54.000 Euro. „Das sind schon Spitzenlöhne,
wenn man überlegt, was sonst gezahlt wird.“

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

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