NOZ: Nachricht zu zu Funklöchern bei Polizei

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Digitalfunknetz in Niedersachsen löchrig: 40
Funkmasten fehlen

Polizistin muss mangels Netz über Notruf 110 Verstärkung rufen –
Polizeipräsident und Gewerkschaft fordern schnellen Ausbau

Osnabrück.- Funklöcher im Digitalfunknetz plagen die Einsatzkräfte
in Niedersachsen. Auf Nachfrage der „Neuen Osnabrücker Zeitung“
(Dienstag) bestätigte das Innenministerium in Hannover, dass
landesweit noch 40 Funkmasten fehlen, um die angestrebte Netzqualität
zu erreichen. Wann diese in Betrieb gehen könnten, sei derzeit aber
unklar. Bislang seien 440 Stationen errichtet worden.

Wie die Zeitung berichtete, gebe es landesweit Funklöcher. So
hätte eine Polizistin in der Nacht zum 27. September bei einem
Einsatz im Wallenhorster Ortsteil Hollage im Landkreis Osnabrück über
ein privates Handy den Notruf 110 wählen müssen, nachdem ihr Kollege
von einem 18-Jährigen mit einem Messer attackiert und schwer verletzt
worden war.

Laut „NOZ“ könnte das Schließen der Lücken im Funknetz noch bis zu
1,5 Jahre dauern. In einem Gespräch mit der Zeitung sagte Osnabrücks
Polizeipräsident Bernhard Witthaut: „Das dauert mir zu lange.“ Es
würden zusätzliche Funkmasten benötigt, „und das nicht irgendwann,
sondern möglichst bald.“

Auch die Gewerkschaft der Polizei in Niedersachsen drängt auf mehr
Tempo beim Ausbau. Landesvorsitzender Dietmar Schilff sagte der
„Neuen Osnabrücker Zeitung“: „Schwierigkeiten bei der Einführung
einer neuen Technik sind bis zu einem gewissen Maß normal, aber die
Erreichbarkeit muss überall in Niedersachsen gewährleistet sein.“ Das
Ministerium bezeichnete „den Wunsch nach einer lückenlosen
Funkversorgung“ wegen physikalischer Gründe als „nicht realistisch“.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

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