NOZ: Neue Osnabrücker Zeitung – Interview mit Bauernpräsident Joachim Rukwied

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Bauernverband: Mindestlohn verdrängt
Erdbeerproduktion aus Deutschland

Rukwied fordert zur Erntezeit Nachbesserungen bei
Arbeitszeitenregelungen – „Können Mähdrescher nicht nach zehn Stunden
abstellen“

Osnabrück.- Die deutsche Landwirtschaft sieht die
Erdbeerproduktion hierzulande wegen des Mindestlohns nachhaltig
gefährdet. In einem Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“
(Montag) sagte Bauernpräsident Joachim Rukwied: „Wir haben uns nicht
mit dem Mindestlohn abgefunden und werden es auch nicht.“ Durch die
gesetzlich geregelten Lohnsteigerungen für Erntehelfer in den
kommenden Jahren bleibe für den Landwirt „noch weniger oder gar
nichts übrig“, was eine Abwanderung arbeitsintensiver Produktionen
ins Ausland begünstige. „Der Importanteil, der zum Beispiel bei
Erdbeeren in 2014 bei rund 35 Prozent lag, wird zunehmen“, sagte
Rukwied.

Zugleich kritisierte der Bauernpräsident Regelungen zu
Arbeitszeiten: „Wir können die Mähdrescher nicht einfach nach zehn
Stunden abstellen und Feierabend machen, wie es das Gesetz verlangt.“
Er forderte Nachbesserungen für die anstehende Erntezeit. „Wir
arbeiten mit der Natur und müssen manchmal mehr als zehn Stunden am
Tag arbeiten“, sagte Rukwied.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

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