NOZ: Niedersachsens Landwirtschaftsminister Meyer: Ich bin nicht schuld an der Agrarkrise

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Niedersachsens Landwirtschaftsminister Meyer:
Ich bin nicht schuld an der Agrarkrise

Grünen-Politiker ruft Bauern zu sachlicher Debatte auf – Meyer
fordert bundesweites Weidemilchprogramm

Osnabrück. Niedersachsens Agrarminister Christian Meyer (Grüne)
hat zum Ende des Deutschen Bauerntages in Hannover zu einer
Versachlichung der Debatte um die Landwirtschaft aufgerufen. Der bei
vielen Bauern umstrittene Grünen-Politiker sagte im Gespräch mit der
„Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Freitag): „Wir müssen wieder miteinander
reden, nicht länger über- oder gar gegeneinander.“ Schuldzuweisungen
in Richtung der Politik angesichts der aktuellen Agrarkrise wies er
als Ablenkungsmanöver zurück. „Weder ich bin an der Krise schuld,
noch Anton Hofreiter oder Bundesumweltministerin Barbara Hendricks.
Da wird unser Einfluss deutlich überschätzt.“ Alle drei Politiker
waren auf dem Bauerntag und einer anschließenden Demonstration für
ihre Haltung zur Landwirtschaft attackiert worden.

Zugleich kritisierte Meyer die Hilfsmaßnahmen der Bundesregierung
für notleidende Landwirte. „Das alles hilft nicht, wenn wir keine
europaweite Mengenreduzierung auf dem Milchmarkt erreichen.“ Laut
Meyer müssten drei bis fünf Prozent der Milch so schnell wie möglich
vom europäischen Markt genommen werden, um die Lage zu stabilisieren.
Er forderte die Bundesregierung zudem auf, nach niedersächsischem
Vorbild ein bundesweites Weidemilchprogramm ins Leben zu rufen. Dabei
erhalten Bauern mehr Geld von Molkereien, wenn sie ihre Tiere auf die
Weide lassen.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

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