NOZ: NOZ: Schauspielerin Ulrike C. Tscharre: „Das C macht meinen Namen weicher“

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Ulrike C. Tscharre: Als Kind das
Schauspiel-Debüt verpatzt

Beim Singspiel „Hänsel und Gretel“ zu früh eingesetzt – Bekenntnis
zum Multitasking – „Das C macht meinen Namen weicher“

Osnabrück. Schauspielerin Ulrike C. Tscharre hat als junge
Schülerin gleich bei ihrem ersten Bühnenauftritt im Singspiel „Hänsel
und Gretel“ ihren Einsatz als Gretel verpasst: „Ich stand da und
dachte, ich müsse jetzt singen und habe gesungen – dabei war ich noch
gar nicht dran,“ berichtete die 43-Jährige der „Neuen Osnabrücker
Zeitung“ (Samstag). „Dafür habe ich mich mit meinen jungen Jahren
sehr geschämt, zumal es mir vor ziemlich großem Publikum passierte.
Es war in Bempflingen (ihrem Heimatort; Anm. der Redaktion) das große
Singspiel, da kamen damals ein paar Hundert Leute. Als Kind hat man
ja schnell ein großes Schamgefühl, aber das geht dann auch schnell
wieder weg. Geweint habe ich jedenfalls nicht, es musste ja
weitergehen.“

Die Neigung zur Schauspielerei sei durch diesen Fauxpas
ungebrochen geblieben, sagte Tscharre weiter: „Meine Mutter hat mir
erzählt, dass ich mich schon im Kindergarten am liebsten immer in die
Verkleidungsecke gesetzt und mich verkleidet habe. Offensichtlich
begleitet mich das schon sehr lange.“ Großen Wert legt die
Schauspielerin auf das C. in ihrem Namen: „Ich finde, dass dieses C
meinen Namen, der ja sonst ziemlich hart klingt, etwas weicher macht
und auch optisch abrundet. Ulrike Claudia Tscharre wäre mir zu lang,
ich empfinde mich auch nicht als Claudia.“

Die Schauspielerin zeigte sich überzeugt, dass Frauen bessere
Multitasker sind als Männer: „Zumindest kann ich es aus meiner
eigenen Erfahrung bestätigen, dass Frauen mehrere Dinge parallel
machen können und jemand anderem dabei eine größere Aufmerksamkeit
vermitteln. Männer können vielleicht auch sehr gut Zeitung lesen und
zuhören, aber das vermittelt sich nicht so.“

Sie selbst könne besonders gut gleichzeitig duschen und sich die
Zähne putzen: „Das habe ich ganz spät für mich entdeckt und finde es
total klug – schließlich hat man–s dann beim Zähneputzen schön
kuschelig warm.“ Hingegen könne sie ganz schlecht gleichzeitig Musik
hören und lesen: „Mich stört es beim Lesen, wenn im Hintergrund Musik
läuft. Da lenkt mich das eine vom anderen ab. Wenn ich lese, habe ich
es gerne ruhig.“

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

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