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Sozialverband VdK attackiert Bundesregierung:
Halbe Sache zulasten von Behinderten

Scharfe Kritik an Reform des Gleichstellungsgesetzes

Osnabrück. Der Sozialverband VdK Deutschland kritisiert die Reform
des Behindertengleichstellungsgesetzes, die an diesem Donnerstag im
Bundestag beraten wird, als völlig unzureichend. VdK-Präsidentin
Ulrike Mascher sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Donnerstag):
„Die Bundesregierung macht nur halbe Sachen – zu Lasten von Menschen
mit Behinderungen, die in Deutschland auch künftig auf zahllose
Barrieren stoßen werden.“

Die neuen Regeln gelten nach den Worten von Mascher nur für
öffentliche Gebäude und Ämter. „Sie gelten aber nicht für den
kompletten privaten Bereich, also etwa für Gaststätten, Hotels,
Supermärkte oder Arztpraxen.“ Da setze die Bundesregierung leider nur
auf freiwillige Vereinbarungen. Es gebe offensichtlich eine mächtige
Lobby, „die stärker ist als die Sozialverbände“.

Die VdK-Präsidentin befürchtet nun , dass weiterhin viele Menschen
mit Behinderung oder Beeinträchtigung wichtige Dienste und Angebote
nicht nutzen können. Mascher: „Es gibt einen Klassiker – unten ist
die Apotheke, im ersten Stock ist der Arzt, und es ist kein Lift da.
Von der viel beschworenen freien Arztwahl kann da ja wohl keine Rede
sein. Solche Beispiele gibt es leider viele tausend Mal in
Deutschland. Und es kommt noch schlimmer: Selbst Altenheime sind
nicht alle barrierefrei.“

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

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