NOZ: NRW-Schulministerin: Flüchtlingskinder früher in Regelunterricht eingliedern

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NRW-Schulministerin: Flüchtlingskinder früher in
Regelunterricht eingliedern

Löhrmann: „Schule ist viel mehr als nur Bildung“ – Appell an den
Bund

Osnabrück. Vor der Kultusministerkonferenz (KMK) am Donnerstag in
Berlin hat sich die nordrhein-westfälische Schulministerin Sylvia
Löhrmann (Grüne) dafür ausgesprochen, zugewanderte Kinder schneller
in den regulären Unterricht einzugliedern. In einem Gespräch mit der
„Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Dienstag) sagte Löhrmann, es ergebe „in
einigen Fächern Sinn, zügig auf Regelunterricht zu setzen“. Auch wenn
ein Schüler noch nicht so gut Deutsch spreche, könne er trotzdem am
Mathe-, Kunst- oder Sportunterricht teilnehmen, sagte Löhrmann.
„Gerade da holen sich diese Schülerinnen und Schüler erste
Erfolgserlebnisse in der Schule.“

Löhrmann hob zudem das Prinzip des jahrgangsübergreifenden Lernens
hervor. Es sei „nicht zu unterschätzen, wie viel Kinder voneinander
lernen“, sagte sie: „Das beflügelt sie ungemein.“

Überdies forderte die Ministerin den Bund auf, sich seiner
sozialpolitischen Verantwortung zu stellen. Schule sei „viel mehr als
nur Bildung“. Es gehe um Integration, Sozialpolitik und letztlich
auch um Wirtschaftspolitik. Lehrer benötigten daher mehr
Unterstützung, etwa durch Schulsozialarbeit und multiprofessionelle
Teams. Löhrmann erwartet in dieser Hinsicht ein starkes Signal von
der KMK und drängte auf eine Gemeinschaftsleistung von Bund, Ländern
und Gemeinden.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

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