NOZ: Philologenverband: Digital-Offensive des Bundes bringt keine großen Effekte

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Philologenverband: Digital-Offensive des Bundes
bringt keine großen Effekte

Meidinger: Was nützt WLAN, wenn Schulcomputer massenhaft ausfallen

Osnabrück. Der Deutsche Philologenverband hat die
Digital-Offensive des Bundesbildungsministeriums an 40 000 Schulen
grundsätzlich begrüßt, erwartet aber keine großen Effekte. Das
Hauptproblem in den Klassen sei nicht eine mangelhafte
WLAN-Anbindung, sondern der massenhafte Ausfall von Computern, sagte
Verbandschef Heinz-Peter Meidinger der „Neuen Osnabrücker Zeitung“
(Donnerstag). Rund ein Drittel der Geräte sei nicht einsatzfähig,
weil es an Wartung durch IT-Experten fehle und Lehrer diese Aufgabe
in ihrer Freizeit erledigen müssten. Problematisch bei dem Plan von
Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) sei auch, dass fünf
Milliarden Euro für die Digitalisierung locker gemacht würden. Aber
für die noch dringendere Sanierung von maroden Schulgebäuden oder
deren behindertengerechten Ausbau stünden keine Mittel zur Verfügung.
Mit einem Prozent der von Wanka bereitgestellten Summe könnte ferner
die dringend notwendige Leseförderung finanziert werden. Hier gebe es
bei den Schülerinnen und Schülern massive Defizite, beklagte
Meidinger.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

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