NOZ: Polenz fordert in Böhmermann-Affäre, die Wogen zu glätten

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Böhmermann-Affäre: Polenz will Wogen glätten

CDU-Politiker: Angelegenheit möglichst niedrig hängen

Osnabrück. In der Debatte um die Böhmermann-Satire hat der
CDU-Politiker Ruprecht Polenz dazu aufgerufen, die Wogen zu glätten.
In einem Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sagte der
ehemalige Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag: „Wir
sollten die Angelegenheit möglichst niedrig hängen.“ Ein gutes
deutsch-türkisches Verhältnis sei wichtig und dürfe nicht von solch
einer Kleinigkeit gestört werden. Polenz, der auch Vorsitzender des
ZDF-Fernsehrates ist, sagte: „Das ist nicht mehr als eine kleine
Episode, über die man schnell hinwegkommen sollte.“

Der CDU-Politiker verneinte, dass Deutschland sich in der
Flüchtlingskrise von der Türkei abhängig gemacht habe: „Hier hat
nicht irgendjemand einen anderen in der Hand, sondern die EU hat mit
der Türkei gemeinsam ein Abkommen geschlossen.“ Die Affäre Böhmermann
beeinträchtige nicht die seit 2005 laufenden Beitrittsverhandlungen
der EU mit der Türkei, die fortgesetzt werden müssten. Polenz sagte:
„Die Beratungen über das Kapitel 23 sollten endlich eröffnet werden,
in denen es um Grundrechte und Meinungsfreiheit geht, die die Türkei
einhalten muss.“

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

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