NOZ: SPD-Vize Sieling: Gabriel hat ersten Zugriff auf Kanzlerkandidatur bei SPD

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SPD-Vize Sieling: Gabriel hat ersten Zugriff auf
Kanzlerkandidatur

„Wenn er sagt, er will, bekommt der die volle Unterstützung“ –
Kritik an Links-Partei

Osnabrück. SPD-Parteivorsitzender Sigmar Gabriel hat nach Ansicht
von SPD-Vize Carsten Sieling „den ersten Zugriff“ auf eine mögliche
Kanzlerkandidatur bei den Sozialdemokraten. Im Interview mit der
„Neuen Osnabrück Zeitung“ (Donnerstag) sagte Sieling: „Wenn er sagt,
er will kandidieren, wird er die volle Unterstützung der Partei
bekommen. Auch von mir.“ Der Kandidat werde „natürlich mit dem Ziel
Kanzleramt“ antreten, so der Bremer Bürgermeister, der an diesem
Freitag (15. Juli) ein Jahr im Amt ist.

Eine stabile Regierungskoalition sei aber womöglich nur mit drei
Parteien möglich. Der Links-Partei warf Sieling in diesem
Zusammenhang vor, nicht den Eindruck von Regierungsfähigkeit zu
machen. „Würde sie sich zu einer ordentlichen linken demokratischen
Partei entwickeln, wäre sie zweifelsohne ein möglicher Partner“, so
der Sozialdemokrat. Derzeit sei dies nicht der Fall. Die Linken
begnügten sich damit, „immer nur mehr, mehr, mehr!` zu schreien“.

Seiner eigenen Partei stellte Sieling für die Zeit als
Junior-Partner unter Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ein gutes
Zeugnis aus: „Ja, wir haben da einiges hingekriegt. Aber die SPD hat
durch die Agenda 2010 auch an Glaubwürdigkeit eingebüßt.“ Davon
hätten sich die Sozialdemokraten bis heute nicht erholt.

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Bremer Bürgermeister Sieling gegen Direktwahl von
Bundespräsidenten

SPD-Politiker sieht Wahlkampf in den USA als mahnendes Beispiel –
Lob für Joachim Gauck

Osnabrück. Bremens Bürgermeister Carsten Sieling (SPD) hat sich
gegen die Direktwahl eines Bundespräsidenten ausgesprochen. Im
Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Donnerstag) sagte der
Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz: „Bei einer freien
Präsidentenwahl hätte ich Sorge, dass der Wahlkampf ähnlich wie in
den USA in den Populismus abgleitet.“ Mögliche Kandidaten würden
Gefahr laufen, „verschlissen zu werden und das würde auch dem Amt
selbst schaden“. Er halte die Bundesversammlung für das geeignete
Instrument, um das Staatsoberhaupt zu wählen.

Dem amtierenden Bundespräsidenten Joachim Gauck attestierte
Sieling: „Er hat das sehr souverän gemacht. Vor allem hat er dafür
gesorgt, dass dem Amt heute wieder mit Hochachtung, ja bisweilen
sogar mit Begeisterung begegnet wird.“ SPD-Chef Sigmar Gabriel werde
nun über den Sommer Gespräche bezüglich einer Nachfolge führen. „Am
Ende muss eine Person gefunden werden, die sowohl den Zusammenhalt
unserer Gesellschaft wie auch ihre Offenheit ausstrahlt“, so Sieling.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

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