NOZ: Wasserwirtschaft: Zu viel Nitrat im Einzugsgebiet von Trinkwasserbrunnen

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Wasserwirtschaft: Zu viel Nitrat im
Einzugsgebiet von Trinkwasserbrunnen

Grenzwert an jeder vierten Grundwasser-Messstelle überschritten –
Versorger sehen „dringenden Handlungsbedarf“

Osnabrück. Die Nitratbelastung des Grundwassers im Einzugsgebiet
zahlreicher Trinkwasserbrunnen in Deutschland liegt zum Teil deutlich
über dem gesetzlichen Grenzwert. Das haben Grundwasseruntersuchungen
der Wasserwirtschaft ergeben, berichtet die „Neue Osnabrücker
Zeitung“ (Dienstag). Bei jeder vierten von insgesamt 1100 der
sogenannten Vorfeldmessstellen sei der Grenzwert von 50 Milligramm
pro Liter überschritten worden – in der Spitze um das Achtfache. Die
Daten stammen aus einer neuen Grundwasserdatenbank, mit der
Wasserversorger die Nitratbelastung im Zufluss von Wasserwerken
kontrollieren wollen. Die Unternehmen sehen „dringenden
Handlungsbedarf“.

Die Versorger erklärten laut „NOZ“, das natürliche
Nitrat-Abbauvermögen der Böden verhindere bislang, dass der als
gesundheitsgefährdend geltende Stoff Trinkwasserbrunnen erreiche.
Allerdings sehen die Unternehmen Hinweise dafür, dass das
Abbauvermögen in einigen Regionen Deutschlands bereits deutlich
nachlässt. „Es droht die Gefahr, dass dann immense Nitratfrachten an
den Trinkwasserbrunnen ankommen“, so die Einschätzung der
Wasserversorger. Brunnen müssten im Zweifelsfall entweder stillgelegt
oder das Nitrat kostspielig herausgefiltert werden.

Als einer der Verursacher der Nitratbelastung gilt die
Landwirtschaft. Der Stoff gelangt beim Düngen der Felder mit Gülle,
Gärresten oder Kunstdünger in die Umwelt und damit auch in Gewässer.
Die EU-Kommission hat Deutschland wegen mutmaßlich unzureichender
Maßnahmen in der Vergangenheit vor dem Europäischen Gerichtshof
verklagt. Die Bundesregierung will die Düngegesetzgebung in
Deutschland verschärfen. Nach dem Bundestag muss noch der Bundesrat
zustimmen, der voraussichtlich am 31. März dazu tagt.

Betrieben wird die Grundwasserdatenbank vom Verband kommunaler
Unternehmen (VkU), dem Bundesverband der Energie- und
Wasserwirtschaft (BDWE) sowie dem Deutschen Verein des Gas- und
Wasserfachs (DVGW). Den drei Branchenverbänden gehören nach eigenen
Angaben mehrere tausend private und öffentliche Betriebe aus dem
Bereich der Wasserwirtschaft an, darunter auch Wasserversorger.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

Original-Content von: Neue Osnabr?cker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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