NOZ: Wirtschaft fordert industriellen Wohnungsbau für Flüchtlinge

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Wirtschaft fordert industriellen Wohnungsbau für
Flüchtlinge

Deutsche Bauindustrie: Das ist billiger als Container –
„Entrümpelung der Bauordnung dringend nötig“

Osnabrück. Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie macht
angesichts des anhaltenden Flüchtlingsstroms Druck, durch
industriellen Wohnungsbau Engpässe zu beseitigen. Traglufthallen,
Container und Zelte seien auf Dauer nicht zumutbar und zum Teil viel
zu teuer, sagte Verbandschef Michael Knipper im Gespräch mit der
„Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Freitag). Er appellierte an die Länder,
schnellstmöglich die Bauordnungen zu entrümpeln und damit von
überzogenen sowie kostentreibenden Vorgaben zu befreien.
Kostengünstiger Wohnraum für Flüchtlinge wie auch für die heimische
Bevölkerung könne schon für 1300 Euro pro Quadratmeter bereitgestellt
werden, sagte er. Der Preis für einen Quadratmeter in einem der rar
gewordenen Container betrage mittlerweile 2500 bis 3000 Euro.

Knipper geht davon aus, dass in den nächsten zwölf bis 18 Monaten
für mindestens eine Million Flüchtlinge zusätzliche Wohnungen
gebraucht würden. Es liege auch im Interesse gelingender Integration,
dass Behelfsunterkünfte durch nachhaltige Lösungen ersetzt würden.
Ziel müsse sein, nicht jedes Bauwerk einzeln zu planen, sondern
Prototypen zu entwickeln, sagte der Wirtschaftsexperte. Diese müssten
dann deutschlandweit und in Serie realisiert werden. So könnte in
wenigen Monaten kostengünstiger Wohnraum geschaffen werden, meinte
der Verbandschef.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

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