NOZ: Zentralrat der Muslime fordert mehr Integrations-Angebote

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Zentralrat der Muslime fordert mehr
Integrations-Angebote

Vorsitzender Mazyek: Flüchtlinge wollen hier ankommen

Osnabrück. Das von der Koalition beschlossene Integrationsgesetz
könnte nach Ansicht des Zentralrats der Muslime an fehlenden
Angeboten in der Praxis scheitern. Der Vorsitzende des Zentralrats
der Muslime, Aiman Mazyek, kritisierte in einem Gespräch mit der
„Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Freitag): „Flüchtlinge, die Tod und
Krieg hinter sich gelassen haben, wollen sich hier in Deutschland
integrieren. Der Knackpunkt ist nicht die fehlende Bereitwilligkeit,
sondern der Mangel an Möglichkeiten.“ So müssten viele Flüchtlinge
monatelang auf Sprachunterricht oder Integrationskurse warten. „Das
muss schneller gehen“, forderte Mazyek. Der Staat müsse mehr Angebote
schaffen und etwa Sprachlehrer besser bezahlen oder Aufträge an
Zwischen-Gesellschaften vergeben. Das Konzept des „Fordern und
Fördern“, wie es das Integrationsgesetz vorsehe, sei richtig. Das
Gesetz dürfe aber nicht für politischen Populismus missbraucht
werden. Der Vorsitzende des Zentralrates der Muslime warnte: „Die
Große Koalition sollte den Anschein vermeiden, dass sie aus der Not
heraus den Forderungen der AfD folgt.“

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

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