NRZ: Brexit: EU muss Exempel statuieren – von MANFRED LACHNIET

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Vielleicht merken Sie ja schon beim nächsten
Englandurlaub, dass die Insel weiter weg rückt. Gut möglich, dass
die Passkontrolle bald länger dauert, weil Kontinent-Europäern eben
härtere Kontrollen drohen. Denkbar ist auch, dass der Ausflug für uns
preiswerter wird, wenn das Pfund weiter an Wert verliert. Tatsächlich
weiß niemand, was die künftigen Verhandlungen zwischen Großbritannien
und der EU ergeben werden. Sicher scheint, dass es den britischen
Bürgern schaden wird. „Selbst schuld“ könnte man nun rufen, weil sie
ja fürs Verlassen der EU gestimmt haben. Doch dies ist nur die halbe
Wahrheit: Die Abstimmung verlief fifty-fifty; nur die knappe Mehrheit
verlangte den Ausstieg. Es waren jene, die den Boulevard-Blättern und
den Populisten glaubten, dass mit dem Brexit alles besser werde:
Sichere Grenzen, weniger Ausländer, mehr Geld für die eigene
Krankenkasse. Das meiste davon war schier gelogen oder stark
übertrieben. – Jetzt haben alle die Konsequenzen zu tragen. Völlig
klar ist, dass die EU harte Verhandlungen führen muss. Schon im
Eigeninteresse, damit der Brexit keine Nachahmer findet.
Premierministerin Theresa May wird zwar versuchen, mit einzelnen
Staaten Sonderabkommen zu treffen. Aber zumindest auf europäischer
Ebene wird sie damit kaum durchkommen. Und US-Präsident Trump wird am
Ende auch keine wirkliche Hilfe sein. So werden wir nun zwei Jahre
Verhandlungs-Stress erleben. In dieser Zeit muss Europa zeigen, wie
attraktiv und stark es sein kann. Gut möglich, dass die Briten dann
irgendwann „sorry“ sagen.

Pressekontakt:
Neue Ruhr Zeitung / Neue Rhein Zeitung
Redaktion

Telefon: 0201/8042616

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