NRZ: Eine globale Aufgabe – ein Kommentar von JAN JESSEN

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In Bangladesch ermorden Fanatiker nahezu Woche für
Woche Andersdenkende, in der rakischen Hauptstadt explodieren Tag für
Tag Bomben. Diesmal sind die Anschläge in Dhaka und Bagdad aber mehr
als nur Randnotizen, weil es in Bangladesch Ausländer getroffen hat
und weil der Massenmord im Irak so monströs war. Es wäre gut, wenn es
grundsätzlich anders wäre, nicht nur aus Respekt den Opfern
gegenüber, sondern auch aus Eigennutz, weil fehlende Anteilnahme und
Wegsehen das Krebsgeschwür des Terrors stets haben wuchern lassen.
Terror ist eben nicht nur eine Bedrohung unserer westlichen
Lebenskultur, er ist ein Feind der Menschheit und der Menschlichkeit,
weswegen seine Bekämpfung eine globale Aufgabe ist. Der IS ist auf
dem Schlachtfeld in der Defensive und beißt deshalb wie ein in die
Ecke getriebener Hund um sich. Er muss militärisch weiter und
energischer attackiert werden – aber noch dringender ist es, die
politischen Gründe zu beseitigen, die seine mörderische Ideologie so
anziehend für viele Menschen machen. Sonst werden andere in seine
Fußstapfen treten.

Pressekontakt:
Neue Ruhr Zeitung / Neue Rhein Zeitung
Redaktion

Telefon: 0201/8042616

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